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Merz besucht Grab von Walter Lübcke

Zum 7. Todestag von Lübcke - Bundeskanzler besucht Grab in Wolfhagen

Bundeskanzler Merz besucht Familie von Walter Lübcke
© Florian Wiegand/dpa

Zusammen mit Witwe Irmgard Braun-Lübcke (2.v.l.) und weiteren Angehörigen hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) das Grab von Walter Lübcke besucht.

Vor sieben Jahren ermordete ein Rechtsextremist den CDU-Politiker. Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Anteilnahme ausgedrückt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Grab des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke besucht. Wenige Stunden vor dem 7. Jahrestag der Tat traf er sich mit der Witwe Irmgard Braun-Lübcke und weiteren Angehörigen. "Walter Lübcke war ein liebevoller Ehemann und Familienvater, ein überzeugter Christdemokrat und ein über Parteigrenzen geschätzter Politiker", würdigte Merz seinen ermordeten Parteifreund.

Am Grab hielten Merz und die Angehörigen eine Weile inne. Zu hören war auf dem zwischen Wiesen und Häusern gelegenen Friedhof lediglich Vogelgezwitscher. Später unterhielt sich Merz am Grab mit den Angehörigen über deren Erinnerungen an die Tatnacht. Zuvor hatte sich Merz bereits zu einem längeren Gespräch mit den Angehörigen getroffen. Ein Sprecher der Familie nannte den Austausch im Nachgang gut. Inhalte sollten privat bleiben.

Merz: "Bedrohung beginnt mit Verrohung der Sprache"

"Diese Mordtat muss uns auch weiterhin als Mahnung dienen", sagte Merz später in einem Statement. "Es ist die Aufgabe der Demokraten in unserem Land, alles dafür zu tun, dass es keinerlei Toleranz für Gewalt in Politik und Gesellschaft gibt." Vor allem Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker würden jedoch seit Jahren immer häufiger bedroht. "Diese Bedrohung beginnt mit der Verrohung der Sprache. Diese unselige Tendenz ist nicht hinnehmbar", sagte der Kanzler. 

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf seiner Terrasse im nordhessischen Wolfhagen-Istha von dem Rechtsextremisten Stephan E. ermordet worden - weil dieser Lübckes liberale Haltung zur Flüchtlingspolitik ablehnte. Der Täter verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Seine Tat gilt als der erste politisch motivierte Mord an einem bundesdeutschen Politiker durch einen Neonazi in der Bundesrepublik.

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