6,5 Millionen-Investition - Mühlenkopfliner ersetzt Standseilbahn
Pünktlich zum Start der hessischen Sommerferien ist in Willingen der neue Mühlenkopfliner in Betrieb gegangen. Der moderne Schrägaufzug ersetzt die alte Standseilbahn an der Mühlenkopfschanze - und bringt Besucher jetzt deutlich schneller und komfortabler nach oben. 6,5 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, 11 Monate wurde gebaut.
Die bisherige Standseilbahn war seit 2001 im Betrieb - also ganze 24 Jahre lang. Irgendwann war die Technik schlicht in die Jahre gekommen. Dazu kamen steigende Besucherzahlen, vor allem seit der Eröffnung der Skywalk-Hängebrücke. „Durch höheres Besucheraufkommen durch die Skywalk-Hängebrücke und die veraltete Technik mussten wir einen Neubau realisieren", sagt Markus Hensel, Geschäftsführer des Ski-Club Willingen. Der Verein betreibt die Anlage - größtenteils mit ehrenamtlichen Kräften.
Was ist jetzt anders?
Der Mühlenkopfliner fasst bis zu 50 Personen pro Fahrt - mehr als doppelt so viele wie die alte Bahn mit ihren 20 Plätzen. Zusammen mit der höheren Geschwindigkeit und einem verbesserten Ein- und Ausstieg steigt die Kapazität von 100 auf bis zu 400 Personen pro Stunde. Außerdem ist die neue Kabine barrierefrei zugänglich - und hat eine Klimaanlage. Auf den Ski-Club ist Hensel stolz: „Wir sind bekannt dafür, ein sehr agiler Verein zu sein - und sind natürlich auch stolz, dass wir jetzt dieses Millionenprojekt umsetzen konnten."
Was kostet die Fahrt?
Der Mühlenkopfliner fährt direkt neben der Mühlenkopfschanze entlang - wichtig für die Skispringer beim Weltcup. Aber auch für Touristen entscheidend: Sie kommen so vom Tal auch schnell zum Skywalk oder zu Wanderwegen. Im Sommer ist die Bahn täglich von 9 bis 21 Uhr in Betrieb. Eine Berg- und Talfahrt kostet für Erwachsene 10 Euro, Kinder zwischen 6 und 15 Jahren zahlen 5 Euro. Kombi-Tickets mit Anlaufturm oder Skywalk sind ebenfalls erhältlich.