Unglaublich: Mehr als 150 Schaulustige bei Unfall in Kassel
Schwerer Unfall in Kassel - 150 Schaulustige behindern Einsatzkräfte
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Holländischen Straße in Kassel sind drei Menschen schwer verletzt worden. Zwei Autos waren im Kreuzungsbereich zusammengestoßen, für einen der Fahrer besteht Lebensgefahr. Rettungskräfte brachten alle Beteiligten ins Krankenhaus. Unglaublich: Mehr als 150 Schaulustige versammelten sich vor Ort und behinderten die Arbeit vor allem der Polizei.
Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei war ein 61-Jähriger mit seinem VW in Kassel stadtauswärts unterwegs und wollte nach links abbiegen. Dabei kollidierte er mit einem entgegenkommenden Audi, der laut Zeugen mit stark überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein soll.
Autos auf Schienen und in Hecke geschleudert
Durch die Wucht des Aufpralls kam der VW auf den Straßenbahnschienen zum Stehen. Der Audi eines 26-jährigen Fahrers schleuderte über den Gehweg und landete schließlich in einer Hecke.
Beifahrerin flüchtet zunächst
Die 44 Jahre alte Beifahrerin im Audi wurde bei dem Zusammenstoß ebenfalls schwer verletzt. Dennoch lief sie nach dem Unfall zunächst weg. Sie konnte jedoch kurz darauf von der Polizei in der Nähe aufgefunden und medizinisch versorgt werden.
Schaulustige behindern Einsatzkräfte
Die Bergungsarbeiten wurden laut Polizei massiv gestört. Mehr als 150 Schaulustige hatten sich an der Unfallstelle versammelt und erschwerten die Arbeit von Polizei und Rettungsdienst erheblich. Die Beamten mussten weitere Streifen anfordern, um den Bereich zu räumen. Ähnliches habe sich bereits vor einigen Monaten ganz in der Nähe bei einem tödlichen Unfall mit einer Straßenbahn abgespielt, berichtet eine Sprecherin der Polizei HIT RADIO FFH.
Verkehrschaos und hoher Sachschaden
Wegen der Rettungsmaßnahmen und der Arbeit eines Unfallgutachters blieb die Straße für längere Zeit gesperrt. Es kam zu erheblichen Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr. Die beiden völlig zerstörten Autos mussten abgeschleppt werden, der Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen des Vorfalls.