"Können damit leben" - Nach Ärger um schmale Fahrbahn Wolfhagen
Neuer Asphalt, aber kaum Platz: Die sanierte K 103 zwischen Philippinenburg und Philippinenthal sorgt für Unmut. Inzwischen hat Hessen Mobil nachgebessert – die Kritik an der Kommunikation bleibt.
Die Kreisstraße 103 zwischen den Wolfhager Stadtteilen Philippinenburg und Philippinenthal ist frisch erneuert, aber nur etwa 3,30 Meter breit. Zwei Autos kommen da kaum aneinander vorbei. Auf rund 900 Metern wurde die Fahrbahn im Sommer grundhaft erneuert, die Strecke war dafür etwa fünf Wochen voll gesperrt. Kosten: rund 550.000 Euro. Auf FFH-Nachfrage seien die Kosten im geplanten Rahmen geblieben, so Hessen Mobil.
Auch Schulbusse fahren acht mal täglich die Strecke
Dabei ist auf der Strecke einiges los. Ortsvorsteher Benjamin Relke zählt auf: Achtmal am Tag fährt ein zwölf Meter langer Linienbus durch. Zwei Firmen in Philippinenthal bekommen jede Woche drei bis vier Lkw-Ladungen Ware, dazu kommt ein Garten- und Landschaftsbauer mit Lkw und großen Maschinen. „Da hätte man schon im Vorfeld mal mit reden können“, sagt Relke im FFH-Gespräch. Auch Landwirte hatten sich beschwert: Die Fahrbahn liegt höher als die angrenzenden Felder, der Seitenstreifen fällt schräg ab. Mit schweren Maschinen fürchteten sie, umzukippen.
"Können damit leben"
Inzwischen hat Hessen Mobil die Randstreifen nachgebessert und nach eigenen Angaben auch mit einem Landwirt vor Ort gesprochen. Relke zieht ein gemischtes Fazit: Die Straße sei sicherer geworden, die Kommunikation im Vorfeld hätte aber besser laufen können. „Wir können mit dieser Situation jetzt leben und hoffen, dass für andere Kommunen oder andere Straßen eine bessere Lösung gefunden wird.“
Warum die Straße nicht gleich breiter gebaut wurde? Laut Hessen Mobil war es eine Erhaltungsmaßnahme und keine Verbreiterung. Der Landkreis Kassel als Auftraggeber hatte entschieden, die Straße in ihren bisherigen Grenzen und auf dem vorhandenen Unterbau zu erneuern.