E-Scooter-Flut in Darmstadt - Das unternimmt die Stadt jetzt dagegen
Kreuz und quer auf den Gehwegen abgestellte E-Scooter sind vielen Anwohnern in Darmstadt ein Dorn im Auge. Damit soll bald Schluss sein: Die Stadt schränkt die Zahl der Leihroller und Fahrräder nun deutlich ein. Auch in Frankfurt und Kassel greifen die Behörden bei den Leihflotten bereits durch.
Der Magistrat der Stadt Darmstadt hat beschlossen, das Angebot von Leihfahrzeugen im öffentlichen Raum neu zu ordnen. Künftig sollen nur noch höchstens drei Anbieter eine Erlaubnis erhalten. Die Obergrenze für die Scooter und Leih-Räder liegt in Darmstadt dann bei insgesamt 2.300 Stück.
Beschwerden über blockierte Wege
Hintergrund für die Entscheidung sind laut Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey ständige Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern. Oft würden die E-Roller falsch oder störend abgestellt. Die Geh- und Radwege in der Stadt müssen jedoch zwingend frei bleiben, heißt es aus dem Dezernat.
Auswahlverfahren für Anbieter
Ab März 2027 sollen die neuen Vorgaben in Darmstadt greifen. Die Verwaltung führt dafür laut eigenen Angaben ein Auswahlverfahren durch und legt genau fest, wie die Flotten aufgeteilt werden. Unterstützt wird die Stadt dabei von der HEAG mobilo. Künftig sollen zudem genaue Anforderungen an Abstellflächen und Parkverbotszonen festgelegt werden.
Weniger Roller in Frankfurt
Darmstadt ist mit diesem Vorgehen in Hessen nicht allein. In Frankfurt dürfen mittlerweile nur noch drei statt zuvor sechs Unternehmen E-Scooter verleihen. Das Mobilitätsdezernat der Stadt hat die Gesamtzahl der Roller den Angaben zufolge von 12.000 auf 10.500 Fahrzeuge reduziert.
Strenge Parkregeln in Kassel
Auch in Kassel gelten bereits deutlich strengere Regeln für die Anbieter. Die Roller können dort nicht mehr einfach überall auf dem Bürgersteig abgestellt werden. Sie dürfen laut Vorgaben der Stadt nur noch an Fahrradbügeln oder auf speziell vorgesehenen Flächen parken – andernfalls drohen den Verleihern empfindliche Vertragsstrafen.