Elisabethkirche in Kassel - Neues Dach bis Ende des Jahres
Fast drei Jahre nach dem Dacheinsturz geht es in der Kasseler Elisabethkirche sichtbar voran: Seit Dienstag werden die ersten Dachbinder aufgesetzt. Zum Jahreswechsel soll die Kirche am Friedrichsplatz wieder betreten werden können.
Das Notdach ist weg, jetzt kommt das neue: Auf dem Vorplatz der Elisabethkirche in Kassel liegen 16 vorgefertigte Dachbinder aus Holz bereit. Sie werden in den nächsten Tagen per Kran auf das Mauerwerk gesetzt und bilden die Grundkonstruktion des neuen Daches. Jeder der Binder wiegt rund eine Tonne. Darauf kommen moderne Sandwichelemente mit Metalloberfläche als Dachhaut. Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann verschwinden auch Gerüste und Kran.
Wieder Gottesdienste spätestens ab 2027
Ziel ist, dass die Kirche zum Jahresende bzw. Anfang 2027 wieder betreten werden kann. Zunächst gibt es eine Übergangslösung: Der Raum wird im jetzigen Zustand nutzbar gemacht, die Spuren des Einsturzes bleiben bewusst sichtbar. Gottesdienste und Veranstaltungen sollen wieder möglich sein. Wie die Kirche innen langfristig gestaltet wird, soll erst entschieden werden, wenn Gemeinde und Gremien den Raum wieder betreten können.
Fest steht laut Gemeinde: "Die Elisabethkirche bleibt ein offener Ort für Gottesdienst und Kultur", so Marcus Leitschuh von der Pfarrgemeinde auf FFH-Nachfrage.
Kosten über eine Million Euro
Im documenta-Sommer 2027 ist eine Klanginstallation des Künstlers Jan Werner geplant – mit Material der beim Einsturz zerstörten Orgel. Was das neue Dach genau kostet, ist noch offen. Zusammen mit den Sicherungsmaßnahmen der vergangenen drei Jahre ist aber bereits die Millionengrenze überschritten.