Razzien wegen Telefonbetrug - Junge Hacker im Visier
Am Dienstag führten Ermittler an mehreren Orten in Hessen Durchsuchungen durch, um ein größeres Ermittlungsverfahren zum Verdacht der Beihilfe bei Computerbetrug zu unterstützen. Die Maßnahmen richteten sich gegen drei junge Erwachsene, die im Verdacht stehen, technische Unterstützung für betrügerische Anrufe bereitgestellt zu haben.
Am 13. Oktober durchsuchten das Hessische Landeskriminalamt und die Polizeipräsidien Nord- und Südosthessen Wohn- und Geschäftsräume in Waldeck-Frankenberg, Rheingau-Taunus, Offenbach und im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis. Im Mittelpunkt steht der Verdacht, dass die Beteiligten eine Infrastruktur für betrügerische Anrufe bereitgestellt haben.
Hintergrund der Ermittlungen
Die Ermittlungen nahmen ihren Anfang nach einem Betrugsfall, bei dem eine mutmaßliche Täterin sich am Telefon als Bankmitarbeiterin ausgab und einen Mann zur Herausgabe von TAN für das Onlinebanking überredete. Dies führte zu einem Dienst, der Anrufe mit manipulierten Nummern ermöglichte. Über diesen Dienst wurden monatlich etwa 100.000 Anrufe getätigt, oft von falschen Bankmitarbeitern oder falschen Polizisten.
Beteiligung junger Verdächtiger in Hessen
Der Verdacht richtet sich in Hessen gegen drei junge Erwachsene im Alter von 21 bis 23 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, den Betrug durch Bereitstellung technischer Hilfsmittel zu unterstützen. Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler viele digitale Datenträger wie Handys und PCs, die nun ausgewertet werden.
Weiterführende Schritte
Insgesamt wurden im Berliner Verfahren 35 Durchsuchungen vorgenommen. Die Beschuldigten, zwischen 21 und 41 Jahre alt, sollen technische Dienstleistungen für strafbare Handlungen erbracht haben.