Um den Kirschbaum herum gebaut - Sporthalle an Herderschule soll kommen
Seit mehr als 20 Jahren warten die Herderschule in Kassel und mehrere Sportvereine auf eine neue Sporthalle. Zuletzt hatte ein Kirschbaum das Projekt ausgebremst. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.
Stadt und Landkreis Kassel haben sich am Donnerstag zusammengesetzt, um über den Neubau an der Herderschule in der Unterneustadt zu beraten. Das Ergebnis: Die neue Sporthalle soll um den Kirschbaum herum gebaut werden, der dort auf dem Gelände steht. Ob der Baum gefällt werden darf, war zuletzt der zentrale Streitpunkt – die einen wollten ihn für den Bau weichen lassen, die anderen ihn erhalten.
Schulleiter: „Glaubwürdige Bereitschaft aller Beteiligten“
Schulleiter Stefan Alsenz ist nach dem Treffen zuversichtlich. Er habe die Hoffnung, dass ein wichtiger Schritt gegangen sei, sagte er FFH – auch, weil sich alle Beteiligten persönlich gegenübergesessen hätten. „Es gibt eine glaubwürdige Bereitschaft aller Beteiligten, dass diese Halle zum Nutzen der Schüler und der Menschen im Sportverein gebaut wird.“
Mehr als zwei Jahrzehnte Wartezeit
Die neue Halle ist nicht nur für den Schulsport gedacht, sondern soll nachmittags auch von Sportvereinen genutzt werden. Bauherr ist der Landkreis Kassel, die Kosten werden auf rund zwölf Millionen Euro geschätzt – die Stadt Kassel trägt davon 36 Prozent. Den Bauantrag hatte der Landkreis im Dezember 2025 eingereicht, Teil des Verfahrens war auch ein Antrag, den Kirschbaum zu fällen.
Nach langwierigen Planungsprozessen und dem Streit um den Baum scheint es nun eine Lösung zu geben, die alle Seiten mittragen. Wann genau gebaut wird, ist noch offen. Zunächst muss das auch rechtlich geprüft werden.