Freiherr-vom-Stein-Schule - KI-Führerschein an der Schule machen
Wie nutzt man Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsbewusst? Das lernen Schülerinnen und Schüler an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen (Landkreis Kassel) mit einem eigenen KI-Führerschein. Dafür hat die Schule jetzt den Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung bekommen.
Prompts schreiben, Quellen prüfen, Daten schützen: Im KI-Führerschein arbeiten die Kinder ganz praktisch mit Künstlicher Intelligenz. Alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule beginnen damit. Neben Grundlagenwissen geht es um Quellenkritik, Datenschutz, Deepfakes und ethische Fragen.
„KI kann auch Sachen erfinden“
Schülerin Johanna weiß schon genau, worauf es ankommt: „Uns wird gezeigt, was man damit machen kann und wobei man vorsichtig sein muss, und dass die KI auch Sachen erfinden kann.“ Vorsichtig ist sie vor allem bei privaten Daten, die sie eingibt. Privat nutzt sie KI auch schon, zum Beispiel für die Frage, wie man die Eltern am besten überredet. Der Tipp der KI: ganz, ganz nett fragen. Das hat auch funktioniert.
Lehrerin: Lieber gemeinsam lernen als falsch anwenden
Lehrerin Sarah Kreuzer erklärt die Inhalte des KI-Führerscheins: Was ist KI überhaupt? Wie formuliere ich einen guten Prompt? Und was sind Halluzinationen, also Fälle, in denen die KI falsche Informationen erfindet? „Wir möchten lieber, dass sie es mit uns gemeinsam lernen, als dass sie es einfach machen und dann falsch anwenden“, sagt Kreuzer. Dabei ist ihr eine Regel wichtig: „Die KI lernt durch Daten und wir lernen hier durch Aufgaben. Das heißt, die Aufgaben sollten auch selber erledigt werden und nicht von der KI.“
Mehr KI-Unterricht in ganz Hessen
Neben dem KI-Führerschein bietet die Schule eine KI-Sprechstunde und einen eigenen KI-Podcast an. In ganz Hessen soll KI künftig eine größere Rolle spielen: Ab dem nächsten Schuljahr führt das Land nach und nach das Pflichtfach „KI und Digitale Welt“ an weiterführenden Schulen ein, zuerst in allen fünften Klassen.