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Goodyear schließt Ende 2025 Werk in Fulda

1.050 Stellen betroffen - Goodyear schließt Ende 2025 Werk in Fulda

Im Sommer hatten Beschäftigte von Goodyear in Fulda noch gegen den geplanten Abbau von 500 Stellen demonstriert (Archivbild). 
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Im Sommer hatten Beschäftigte von Goodyear in Fulda noch gegen den geplanten Abbau von 500 Stellen demonstriert (Archivbild). 

Hiobsbotschaft für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Goodyear in Fulda: Das Werk soll Ende 2025 geschlossen werden. Das hat der Konzern mitgeteilt. 1.050 Arbeitsplätze sind betroffen.

Im Sommer hatte Goodyear noch mitgeteilt, im Werk in Fulda 500 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Dagegen demonstrierten hunderte Menschen. Nun soll das Werk komplett geschlossen werden. "Das ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung", heißt es in einer Pressemitteilung von Goodyear. 

Stellenabbau am Werk Fürstenwalde

Neben der Schließung des Werks in Fulda plant Goodyear auch die Einstellung der Reifenproduktion am Standort Fürstenwalde bis 2027. Da es sich dort um einen Mischbetrieb handle, werde der Standort nicht geschlossen. Dort würden rund 700 Arbeitsplätze abgebaut, so Goodyear. 

Unternehmenssprecher: "Schwierige wirtschaftliche Bedingungen haben zur Entscheidung geführt"

Als einen der Gründe für die Werksschließung nennt Goodyear die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Die Marktaussichten würden sich stark verschlechtern, dazu komme der Zuwachs an Billig-Importen aus Asien. Das habe eine sinkende Nachfrage zur Folge - Produktionskapazitäten könnten nicht ausgenutzt werden und müssten deswegen abgebaut werden, so ein Untenehmenssprecher. 

"Fulda-Reifen" werden woanders produziert

Die Ankündigung, das Werk zu schließen, habe keine Auswirkungen auf die Marke Fulda. Sie sei ein wichtiger Teil des Mehrmarken-Portfolios, teilt das Unternehmen mit. Fulda-Reifen würden dann in anderen Werken produziert. 

Ein Schock für den Traditionsstandort

„Die angekündigte vollständige Schließung des Werks bis Ende September 2025 und die Entlassung von 1.050 Mitarbeitenden sind ein Schock für diesen Traditionsstandort der Reifenproduktion in Deutschland. Man kann sich vorstellen, wie sehr die Beschäftigten und ihre Familien von dieser Nachricht getroffen werden. Sie sind kalt erwischt worden nach Monaten der Hoffnung, dass das Werk in Fulda trotz der Ankündigung eines massiven Stellenabbaus wenigstens eine kleine Chance auf eine Zukunft haben würde", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Fuldas Oberbürgermeister und Landrat Bernd Woide. 

Aktive Unterstützung

Sie hofften, dass möglichst viele der bei Beschäftigten einen adäquaten neuen Job fänden und versprechen: "Wir werden den Betroffenen aktiv unsere Unterstützung anbieten." 

Deutliche Worte von MdB Michael Brand

„Offensichtlich sind die Opfer der Beschäftigten und die Solidarität der Region dem Management von Goodyear einen feuchten Dreck wert, und offensichtlich geht es nicht um die Suche nach Standorterhaltung, sondern nach Standortvernichtung", sagt der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand von der CDU. "Dass sie dann am Ende auch noch den guten Klang des Markennamens FULDA-REIFEN weiterverwenden wollen, während sie das Traditionsunternehmen in Fulda kalt erledigen, hat schon einen massiv bitteren Beigeschmack."

"Goodyear hat uns verarscht"

"Die Beschäftigten fühlen sich von Goodyear verraten", sagt Anne Weinschenk von der IGBCE. „2019 hat Goodyear 450 Arbeitsplätze abgebaut – mit dem Versprechen, massiv in den Standort zu investieren“, sagt Anne Weinschenk. „Dass das nicht viel wert ist, haben wir im Juni gemerkt, als der Arbeitgeber angekündigt hat, er wolle noch einmal 550 Stellen streichen.“ Noch während die Verhandlungen mit dem Betriebsrat darüber liefen, brach das Unternehmen sie ab. „Goodyear hat uns verarscht“, sagt Weinschenk. „Das ist respektlos. Und wirkt auf mich kalkuliert. Die Komplettschließung war wahrscheinlich schon länger geplant.“

Eva-Maria Lauber

Reporterin
Eva-Maria Lauber

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