Im Notfall schneller vor Ort - Neue Rettungswachen im Kreis Fulda
Im Notfall sollen Rettungsfahrzeuge binnen zehn Minuten am Einsatzort sein. Um das zu gewährleisten, hat der Kreis Fulda zwei neue Rettungswachen installiert, in Großenlüder und in Hosenfeld. Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt hat sie jetzt offiziell eröffnet.
Die beiden neuen Standorte seien Teil des 2-Stufen-Plans, bis Ende 2026 die notfallmedizinische Versorgung im Landkreis Fulda zu optimieren, schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung. Schmitt dankte vor Ort für die gute Partnerschaft mit dem Malteser Hilfsdienst (MHD), der die Wachen mit Personal und insgesamt drei Rettungsfahrzeugen ausgestattet hat.
Vorgabe: In zehn Minuten vor Ort
Zur Sicherstellung der Qualität gibt das Hessische Rettungsdienstgesetz (HRDG) unter anderem vor, dass im medizinischen Notfall jeder an einer Straße gelegene Ort innerhalb von zehn Minuten durch ein geeignetes Rettungsmittel erreicht werden soll. Dazu erfolge regelmäßig eine Auswertung der Einsätze, derzeit rund 38.000 im Jahr – mit steigender Tendenz. Betrachtet würden dabei zum Beispiel geografische Aspekte, Straßenverhältnisse im Winter und die Erfahrungen durch reale Befahrungen der Strecken. „Dieses aufwändige Rechenwerk ergab die Notwendigkeit, im Westen des Landkreises aufzustocken“, fasste Frederik Schmitt zusammen: „Die Wache in Kleinlüder wurde nun ersetzt durch eine Wache in Großenlüder und eine in Hosenfeld. Damit decken wir sowohl den Südwesten als auch den Nordwesten besser ab.“
Die Standorte
Die Wache Hosenfeld befindet sich bereits am endgültigen Standort. Dort werde noch eine Fahrzeughalle gebaut, schreibt der Landkreis. Die Wache Großenlüder sei dagegen zunächst an einem Interimsstandort eingerichtet worden. Bürgermeister Fritzsch dankte dafür den Vermietern Stefan und Juan David Otterbein, „die ein ehemaliges Wohnhaus zügig, hochwertig und passend für die Nutzung durch die Malteser hergerichtet haben“. Geplant ist, etwa in fünf Jahren einen Standort nahe dem Feuerwehrstützpunkt zu beziehen.
Die Versorgungsgebiete
Das Versorgungsgebiet der Wache Hosenfeld umfasst die Gemeinde Hosenfeld, Kleinlüder, Hauswurz, Kauppen und Giesel. Dort ist ein Rettungsfahrzeug 24/7 im Einsatz. Die Wache Großenlüder versorgt die Gemeinde Großenlüder (außer Kleinlüder), Bad Salzschlirf, Lüdermünd und Malkes. Zur Verfügung steht ein Rettungsfahrzeug 24/7 und ein Tagdienst-Fahrzeug zwischen 8 und 20 Uhr.