Kalihalde Neuhof - Keine Gefahr für das Trinkwasser
Was kann und was muss getan werden, um die Auswirkungen von “Monte Kali” in Neuhof auf die Umwelt in Grenzen zu halten? Es ist das beherrschende Thema in Neuhof. Zuletzt ging es auch um die Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung. Ist das Trinkwasser gefährdet? Das zuständige Regierungspräsidium Kassel sagt “Nein”.
"Es liegen keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung der Trinkwassergewinnungsanlagen durch den Eintrag von Haldenwasser vor", heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums.
“Parameter weit unter Grenzwerten”
Die nächstgelegenen Trinkwasserbrunnen, der Tiefbrunnen Rommerz und der Tiefbrunnen II Neuhof, befänden sich jeweils in einer Entfernung von rund 2,5 km zur Halde. Die dort gemessenen Parameter seien sehr gering und lägen weit unter dem zulässigen Grenzwert von 250 mg/l Chlorid gemäß der Trinkwasserverordnung, schreibt das Regierungspräsidium.
Kemmete und Fliede als natürliche Barrieren
Zwischen den Brunnen und der Halde lägen außerdem die Kemmete, ein Bach, und der kleine Fluss Fliede, die eine natürliche hydraulische Barriere bzw. einen trennenden Abflusskorridor darstellten. Beide Gewässer zeigten aktuell keinerlei Anzeichen einer direkten Beeinflussung durch die Halde.
Zusätzliche Messstellen
Um mögliche Veränderungen im Grundwasser zwischen der Halde und den Brunnen frühzeitig zu erkennen, seien zusätzliche Messstellen installiert worden. Deren Messungen zeigten momentan keine Veränderungen, die auf einen Einfluss von Haldenwasser hinweisen würden.