Dürfen sie dieses Mal bleiben? - Sture Störche von Hünfeld sind wieder da
Was war das für ein Drama im vergangenen Jahr: Ein Storch sitzt traurig auf einer Kuppel. Die wurde letztes Jahr auf den Mast gesetzt, damit die Störche dort nicht erneut nisten. Die Stadt stellte auf einer nahen Wiese Alternativen auf und derer gleich zwei. Die aber wurden verschmäht: Sie blieben unbewohnt und auch dieses Jahr stehen sie da einfach nur rum - ohne Störche.
Stattdessen zeigen die anmutigen Vögel nun, wie stur und dickköpfig sie sind: Statt ins Grüne zu ziehen, klappern sie nun wieder direkt an der Bahnstrecke, genau einen Mast neben dem vom letzten Jahr. Anwohner sorgen sich: Gibt es wieder Hausverbot? Werden sie wieder vertrieben?
Bahn sagt Nein
Auf Nachfrage von HIT RADIO FFH heißt es von der Bahn: “Nein, die Störche dürfen bleiben.” Fachleute hätten den Standort überprüft, aus Sicht der Bahn gebe es keine Probleme, beruhigte ein Sprecher der Bahn. Wer die Störche sehen und ihr lautes Klappern hören will, der muss sich nur vors Bahnhofsgebäude stellen und entdeckt das Nest sehr schnell rechts davon.
NABU: Masten ungeeignet
Ganz ungefährlich sind die Bahnmasten für die Vögel aber tatsächlich nicht: Storchenexperte Bernd Petri erklärt im Gespräch mit HIT RADIO FFH, dass das unter anderem mit der Art des Anflugs der großen Vögel zu ihrem Nest zusammenhängt: Sie fliegen es nicht von oben an, sondern in einem Bogen von unten. Überfliegen sie dabei die Gleise und es kommt gerade ein Zug vorbei, könne es zum Zusammenstoß kommen.