Für Projekt "Schneller Gründen" - Fulda und Petersberg werden Modellregion
Wer in Fulda künftig ein eigenes Unternehmen gründen will, braucht dafür bald deutlich weniger Papierkram. Die Domstadt wurde zusammen mit der Gemeinde Petersberg als bundesweiter Pilotstandort für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt.
Damit sollen lästige Behördengänge für Start-ups komplett digitalisiert und beschleunigt werden.
Fulda ist eine von neun Pilot-Kommunen
Zusammen mit der Nachbargemeinde Petersberg gehört Fulda zu bundesweit nur neun Kommunen, in denen das neue Verfahren getestet wird. Ziel von Bund und Land ist es, den Weg in die Selbstständigkeit radikal zu vereinfachen, heißt es von den beteiligten Ministerien.
Kombiantrag spart Zeit am Schreibtisch
Ein zentraler Baustein des Projekts ist laut den Behörden ein sogenannter digitaler Kombiantrag. Wer ein Gewerbe anmeldet, soll seine Daten künftig nicht mehr doppelt für die anschließende Steueranmeldung eingeben müssen. Das spare Zeit am Schreibtisch und reduziere nervige Rückfragen, heißt es weiter.
Fokus auf Einzelunternehmen
Da gut 80 Prozent aller Neugründungen Einzelunternehmen sind, setzt das Pilotprojekt genau dort an. Die Gründerinnen und Gründer sollen künftig rechtssicher und vor allem schnellstmöglich ihre erste Rechnung schreiben können. Das Land Hessen verfolgt den Angaben zufolge perspektivisch sogar das ehrgeizige Ziel, eine komplette Unternehmensgründung innerhalb von nur 24 Stunden möglich zu machen.
Starkes Signal für die Region
Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld sieht in dem Zuschlag ein starkes Signal für den heimischen Wirtschaftsstandort. Man übernehme damit in Osthessen eine echte Vorreiterrolle, so der Rathauschef. Wer ein Unternehmen gründen wolle, brauche schließlich keine unnötigen Hürden, sondern schnelle und klare Abläufe.
Startschuss im Sommer
Bis der digitale Turbo zündet, dauert es allerdings noch etwas. Laut offiziellem Zeitplan soll die konkrete Erprobung des Kombiantrags unter echten Bedingungen im Sommer anlaufen. Wenn die Testphase in Fulda erfolgreich verläuft, soll das Projekt anschließend auf weitere Unternehmensformen und schließlich auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.
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