Main-Kinzig-Kreis - Hitzetelefon kümmert sich um Senioren
Tagelang hohe Temperaturen, kaum Abkühlung in der Nacht: Für viele Menschen ist das unangenehm, für ältere und chronisch kranke Menschen kann es gefährlich werden. Genau da setzt das Hitzetelefon des Main-Kinzig-Kreises an.
Sobald der Deutsche Wetterdienst eine offizielle Hitzewarnung herausgibt, greifen die Mitarbeitenden des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr zum Hörer, informieren über die Lage und geben konkrete Hinweise für heiße Tage.
Mehr als nur Information
Doch die Gespräche sind oft mehr als bloße Hitzewarnungen. „Wir hören erst einmal zu, das ist wichtig“, sagt Tom Topoll vom Main-Kinzig-Kreis. Auch Laura Paschke und Kerstin Benzing erleben immer wieder, wie viel den Menschen diese Anrufe bedeuten. „Viele warten auf unseren Anruf“, berichtet Benzing. Gerade Menschen, die allein leben, gesundheitlich eingeschränkt sind oder kaum noch das Haus verlassen können, empfinden das Gespräch oft als Zeichen von Aufmerksamkeit, Nähe und Fürsorge.
Tipps und Lösungen
Besonders wichtig ist das Angebot für Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Asthma, COPD oder Herz-Kreislauf-Problemen. Viele bekommen Hitzewarnungen gar nicht direkt mit, manche haben keine Angehörigen in der Nähe, andere sind im Alltag stark auf Unterstützung angewiesen. Das Hitzetelefon soll genau diese Menschen erreichen. Die Hinweise sind einfach, aber wichtig: Genug trinken, morgens und abends lüften, die Wohnung tagsüber abschirmen und körperliche Anstrengung möglichst vermeiden. Wenn bei einem Gespräch deutlich wird, dass jemand Hilfe braucht, versuchen die Mitarbeitenden, gemeinsam Lösungen zu finden.
Kostenloses Angebot
Seit der Einführung im Jahr 2023 hat sich das Hitzetelefon zu einem stillen, aber wirkungsvollen Angebot entwickelt. Die Anmeldung ist kostenlos; auch Angehörige können sie übernehmen. Wer den Service nutzen möchte, kann sich unter 06051 85-14600 oder per E-Mail an buergerinformation@mkk.de beim Main-Kinzig-Kreis melden.