Polizei Südosthessen - Freiwillige Polizeihelfer gesucht
Wer sich für Sicherheit in der eigenen Stadt oder Gemeinde engagieren möchte, kann das in Südosthessen ganz konkret tun: Das Polizeipräsidium Südosthessen sucht Bürgerinnen und Bürger für den freiwilligen Polizeidienst. Gesucht werden Menschen, die Verantwortung übernehmen, Präsenz zeigen und als Ansprechpartner vor Ort helfen wollen.
Polizeisprecher Thomas Leipold erklärt im Gespräch mit HIT RADIO FFH, was hinter dem Ehrenamt steckt, welche Aufgaben die Helfer übernehmen und was Bewerber mitbringen sollten.
Was macht der freiwillige Polizeidienst?
Die Aufgabe des freiwilligen Polizeidienstes lässt sich laut Leipold mit drei Begriffen beschreiben: „Präsenz zeigen, beobachten und melden.“ Genau darin liege der Kern dieses Ehrenamts. Die freiwilligen Polizeihelfer sind in ihren Städten und Gemeinden unterwegs, oft bei Streifen zu Fuß. Sie kommen mit Menschen ins Gespräch, hören zu, nehmen Hinweise auf und melden Auffälligkeiten an die Polizei. So erfahren sie direkt, wo sich Bürger unsicher fühlen oder wo es Probleme gibt.
Keine Polizeibeamte
Wichtig ist der Polizei dabei ein klarer Hinweis: Die Helfer sind keine Polizeibeamten und ersetzen auch keine regulären Streifen. Vielmehr sollen sie als sichtbare Ansprechpartner vor Ort präsent sein und eine Verbindung zwischen Bevölkerung und Polizei schaffen.
So sind die Helfer ausgestattet
Wer im freiwilligen Polizeidienst unterwegs ist, ist gut erkennbar: Die Helfer tragen eine Uniform. Darauf steht allerdings nicht „Polizei“, sondern „Freiwilliger Polizeidienst“, erklärt Leipold. Zur Ausstattung gehören ein Diensthandy und ein Pfefferspray. Das Spray sei aber ausschließlich für Notwehr und Nothilfe gedacht. Bewaffnet sind die Ehrenamtlichen nicht. Sie sollen gefährliche Situationen nicht selbst lösen, sondern beobachten, ansprechbar bleiben und bei Bedarf die Polizei informieren.
Aufwandsentschädigung
Beim freiwilligen Polizeidienst handelt es sich um ein Ehrenamt. Viele engagieren sich in ihrer Freizeit, weil sie sich für ihre Kommune einsetzen wollen, berichtet Leipold. Ganz ohne Ausgleich bleibt der Einsatz aber nicht: Es gibt eine kleine Aufwandsentschädigung. Je nach Kommune sind die Helfer laut Leipold im Schnitt etwa 20 bis 25 Stunden pro Monat im Einsatz. Im Vordergrund stehe dabei nicht das Geld, sondern der Wunsch, etwas Sinnvolles für das eigene Umfeld zu tun.
Die Vorbereitung
Bevor es auf die erste Streife geht, werden die künftigen Helfer vorbereitet. Laut Leipold umfasst die Ausbildung rund 50 Stunden. Auf dem Programm stehen unter anderem rechtliche Grundlagen, Kommunikation, Eigensicherung, Verhalten in schwierigen Situationen sowie soziale und interkulturelle Kompetenzen. Ziel sei es, dass die Ehrenamtlichen genau wissen, was ihre Aufgaben sind - und wo ihre Grenzen liegen.
Wer sich bewerben kann
Wer sich für den freiwilligen Polizeidienst in Südosthessen interessiert, müsse kein Leistungssportler sein. Dennoch sollte man fit genug sein, um Streifen zu Fuß zu gehen. Außerdem seien Kontaktfreude, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit gefragt.
Zu den Voraussetzungen gehören nach Angaben der Polizei:
- mindestens 18 Jahre alt
- Schulabschluss oder Berufsausbildung
- gute Deutschkenntnisse
- persönliche Zuverlässigkeit
Nicht infrage kommen Personen, die vorbestraft sind - etwa nach einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe oder zu mehr als 90 Tagessätzen Geldstrafe. Ebenso wichtig ist der Polizei die Motivation: Gesucht werden ausdrücklich keine Menschen, die „Sheriff spielen“ wollen, sondern Bürgerinnen und Bürger mit Freude am Umgang mit Menschen.
Wo man sich bewerben kann
Die Bewerbungsfrist für den Freiwilligen Polizeidienst beim Polizeipräsidium Südosthessen endet am 5. Juli. Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Interessierte auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Südosthessen unter: https://k.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/freiwilliger-polizeidienst-im-polizeipraesidium-suedosthessen