Schnee in Bad Salzschlirf - Warum Kanalarbeiten für Abkühlung sorgen
Schnee in Bad Salzschlirf, mitten im Hochsommer! Was ist da los? Die RhönEnergie saniert einen Kanal zwischen Bad Salzschlirf und Wartenberg-Landenhausen. Dafür nutzt sie ein innovatives Verfahren: In das bestehende Rohr wird ein flexibler Schlauch eingezogen. Damit dieser flexibel bleibt, muss er gekühlt werden. Steigt die Temperatur, härtet er aus und die Leitung ist wieder dicht.
Das Verfahren ermöglicht laut RhönEnergie, mit minimalem Aufwand Zeit, Kosten und Umweltbelastung zu reduzieren. Besonders wichtig sei dies im sensiblen Wasserschutzgebiet, wo hohe Anforderungen an die Dichtigkeit der Leitungen bestehen. Die Gemeinden Bad Salzschlirf und Wartenberg entschieden sich für diese Methode und arbeiten mit der RhönEnergie zusammen.
Vorteile und Langlebigkeit
Roland Hilfenhaus von RhönEnergie betont die Vorteile: weniger Lärm, kürzere Bauzeit und geringere Verkehrsbehinderungen. Das neue Rohr hält bis zu 50 Jahre und kostet rund 290.000 Euro. Es ist widerstandsfähig gegen Chemikalien und Wurzeleinwuchs. Die Kanalarbeiter genießen währenddessen die Abkühlung im Schnee.
Lob von den Bürgermeistern
Die Bürgermeister Peter Klug und Dr. Olaf Dahlmann loben das Projekt. Klug sieht darin eine Investition in den Trinkwasserschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Dahlmann ergänzt: „Unsere Bürgerinnen und Bürger profitieren gleich doppelt: Die Arbeiten können deutlich schneller abgeschlossen werden als bei einer klassischen Kanalsanierung, und die Belastungen durch Baustelle, Lärm und Verkehr bleiben auf ein Minimum beschränkt. Das ist eine nachhaltige Lösung für Mensch und Umwelt."