Knappe Bürgermeisterwahlen in Nord- und Südhessen
Extrem knappe Entscheidungen - Bürgermeisterwahlen in Hessen
In fünf hessischen Kommunen waren die Bürgerinnen und Bürger zu Bürgermeisterwahlen aufgerufen. Dabei kam es zu extrem knappen Entscheidungen, aber auch zu deutlichen Siegen für Amtsinhaber und Neueinsteiger.
Besonders eng verlief die Wahl in Zierenberg im Kreis Kassel. Amtsinhaber Rüdiger Germeroth (SPD) setzte sich mit 50,73 Prozent hauchdünn gegen seinen unabhängigen Herausforderer Karsten Kirchhof durch.
Am Ende trennten die beiden Kandidaten gerade einmal 43 Stimmen. Für Germeroth beginnt nun die zweite Amtszeit. Bei seiner ersten Wahl im Jahr 2020 hatte er noch deutlich mehr Rückhalt und holte über 74 Prozent der Stimmen.
Neuanfang in Münster
In Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg fiel die Entscheidung in einer Stichwahl. Hier setzte sich der unabhängige Kandidat Marcus Milligan mit 52,45 Prozent der Stimmen gegen Jörg Schroeter von der FDP durch.
Die Neuwahl war in der Gemeinde notwendig geworden, nachdem der langjährige Bürgermeister Joachim Schledt überraschend verstorben war. Er war erst im März laut den Behörden erst kurz zuvor ohne Gegenkandidaten wiedergewählt worden.
Lehrer wird Rathauschef in Wartenberg
Auch in Wartenberg im Vogelsbergkreis gibt es einen Wechsel an der Rathausspitze, da der bisherige Amtsinhaber nicht mehr angetreten war. Karsten Ittmann holte als unabhängiger Kandidat deutliche 93,43 Prozent der Stimmen.
Sein Konkurrent Norbert Wienold kam den Angaben zufolge lediglich auf 6,57 Prozent. Ittmann ist in der Gemeinde aufgewachsen und arbeitet bislang als Lehrer an einer Schule in Lauterbach.
Wahlsieg trotz Partei-Streit
In Habichtswald im Kreis Kassel stand lediglich Amtsinhaber Daniel Faßhauer (SPD) auf dem Wahlzettel. Er sicherte sich laut den offiziellen Zahlen mit 79,94 Prozent der Ja-Stimmen seine zweite Amtszeit.
Überschattet wurde die Abstimmung allerdings von internen Querelen. Die örtliche SPD hatte sich im Vorfeld von ihrem eigenen Kandidaten distanziert. Hintergrund soll ein geplanter privater Grundstückskauf Faßhauers sein. Die Partei stellte das Vergabeverfahren infrage, der Bürgermeister weist die Vorwürfe jedoch zurück.
Eindeutiges Votum in Mainhausen
Ruhiger verlief die Abstimmung in Mainhausen im Kreis Offenbach. Auch hier gab es mit dem amtierenden Rathauschef Frank Simon (SPD) nur einen Bewerber.
Er bleibt den Ergebnissen zufolge mit 90,31 Prozent der Stimmen im Amt. Bei seiner ersten Wahl hatte er sich mit 60 Prozent noch gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt.