Projekt "Elektro-Cup" - Hersfelder Schüler sammeln Elektromüll
Alte Handys, kaputte Toaster, vergessene Ladekabel - was bei vielen in der Schublade verstaubt, wird in Bad Hersfeld jetzt zur Trophäe. Drei Schulen treten ab heute im Schulwettbewerb „Elektro-Cup" gegeneinander an und sammeln in knapp vier Wochen Elektroschrott.
Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann hat den Startschuss für den „Elektro-Cup" an der Konrad-Duden-Schule gegeben und die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen. Vier Wochen lang sammeln Schülerinnen und Schüler Elektroschrott, der anschließend fachgerecht recycelt wird. Dabei setzen sie sich aktiv mit Konsum, Weiterverwendung, Reparatur und Recycling auseinander.
Drei Bad Hersfelder Schulen dabei
Insgesamt beteiligen sich drei Schulen aus Bad Hersfeld: die Lingg-Schule, die Ernst-von-Harnack-Schule und die Konrad Duden Schule.
Der Preis: ein Ausflug ins Umweltzentrum Fulda
Am Ende zählt, wer am fleißigsten gesammelt hat: Die Schule mit der größten Menge Elektroschrott gewinnt einen Schulausflug ins Umweltzentrum Fulda.
Deutschland verfehlt Recycling-Ziele deutlich
Der Wettbewerb kommt nicht von ungefähr: Nach Angaben der Initiative „Das macht Schule", die den Elektro-Cup bundesweit organisiert, fallen in Deutschland jährlich 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an - gesammelt wird aber nicht einmal ein Drittel davon. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen 65 Prozent liegt die Sammelquote demnach nur bei 31,7 Prozent, Tendenz fallend. Der Rest verschwindet in Schubladen, Kellern oder auf fragwürdigen Wegen ins Ausland.