Obst für alle in Geisa - Hier gibt’s Früchte gratis zu pflücken
In der Stadt Geisa dürfen Bürger und Gäste kostenlos frisches Obst auf kommunalen Flächen ernten. Die Kommune beteiligt sich an der Aktion „Rettet das Obst“ des Biosphärenreservates Rhön. Damit Äpfel und Birnen nicht länger ungenutzt am Boden verfaulen, wurden die freigegebenen Bäume nun offiziell ausgeschildert.
Die Einladung richte sich an alle, die das reife Obst für den Eigenbedarf sammeln möchten, heißt es von der Stadtverwaltung. Auf den kommunalen Streuobstwiesen hängen die Äste voll – und das Pflücken ist ausdrücklich erwünscht.
Schilder weisen den Weg
Damit es bei der Obstjagd nicht zu Verwechslungen kommt, markieren neue Schilder die jeweiligen Standorte. Diese wurden den Angaben zufolge von der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservates kostenlos zur Verfügung gestellt.
Ernte in der Ulsteraue und an Radwegen
Erste Hinweisschilder stehen bereits in der Freizeitanlage Ulsteraue direkt am Hang unterhalb der Stadtmauer. Weitere Pflück-Stationen befinden sich laut Stadt an den Radwegen zwischen Wiesenfeld und Geismar sowie zwischen Lützenbachshof und Bremen. Dort habe die Kommune bereits junge Obstbäume nachgepflanzt, die in den kommenden Jahren ebenfalls auf eine gute Ernte hoffen lassen.
Kostenlos, aber nur für den Eigenbedarf
Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel begrüßt das Projekt. In der Vergangenheit seien die Früchte oft einfach heruntergefallen und verfault, nun setze man auf gelebte Nachhaltigkeit vor Ort. Ein gewerblicher oder großangelegter Abtransport der Ernte ist laut Verwaltung allerdings streng untersagt.
Schutz für artenreiche Lebensräume
Streuobstwiesen zählen laut Ulrike Schade, Dienststellenleiterin des Biosphärenreservats, zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Wer auf der Suche nach weiteren Ernte-Spots ist, wird im Internet fündig: Eine digitale Karte auf der Website des Biosphärenreservats zeigt die Streuobstwiesen aller beteiligten Gemeinden in der Rhön auf einen Blick an.