Wölfin bei Heringen sesshaft - Neues Wolfs-Territorrium ausgewiesen
Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es offiziell ein neues Wolfsterritorium. Eine Wölfin, die bereits mehrfach in der Region nachgewiesen wurde, gilt nun als sesshaft.
Das Wolfszentrum Hessen hat das Gebiet rund um Heringen an der Werra daher als ihr festes Streifgebiet ausgewiesen. Die Fähe – so der Fachbegriff für einen weiblichen Wolf – stammt ursprünglich aus Thüringen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat sie laut Wolfszentrum Hessen bereits mehrfach ihre Spuren hinterlassen.
Nachweise an gerissenen Tieren
Die Experten konnten die Wölfin mit der Kennung GW4868f durch genetische Proben eindeutig identifizieren. Sie wurde den Angaben zufolge sowohl an gerissenen Wildtieren als auch bei einem Nutztierschaden nachgewiesen.
Ausflug über die Landesgrenze
Um als sesshaft zu gelten, muss ein Wolf laut den bundesweiten Vorgaben mindestens sechs Monate im selben Gebiet auftauchen. Zwar war die Wölfin zwischenzeitlich deutlich außerhalb ihres Schwerpunktgebiets in Thüringen unterwegs, kehrte aber schließlich wieder in die hessische Grenzregion zurück. Das Wolfszentrum wertet diesen Ausflug daher nur als vorübergehende Exkursion.
Spaziergänge im Wald weiter möglich
Das neue Revier wird nun grenzübergreifend unter dem Namen „Heringen (Werra)“ geführt. Für Spaziergänger gibt es laut dem Wolfszentrum aber keinen Grund zur Sorge: Erholungssuchende müssen wegen der Anwesenheit des Tieres dem Wald nicht fernbleiben, heißt es von den Experten.
Behörde bittet um Hinweise
Die Situation im Landkreis wird den Angaben zufolge weiterhin aufmerksam beobachtet. Wer einen Wolf sieht, Fotos macht oder verdächtige Spuren findet, soll dies dem Wolfszentrum Hessen über das offizielle Meldeportal mitteilen.