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Hessisches Paar im Sudan: Nach Tagen des Schreckens wieder zurück

Frankfurter Paar im Sudan - Nach Tagen des Schreckens wieder daheim

Nach dem Gewaltausbruch im Sudan bangte dort ein Paar aus Hessen um sein Leben. Seit dem Wochenende sind sie mithilfe eines Bundeswehr-Evakuierungsfluges wieder zurück in Hessen.

Eigentlich wollten sie 12.000 Kilometer quer durch Afrika laufen und dort eine Kulturreportage drehen. Am Ende mussten sich Horst Schauer und seine Partnerin Mareike Röwekamp tagelang unter Todesangst in ihrem Hotelzimmer verstecken. Nach neun Tagen in Angst haben sie es Dank eines Evakuierungsfluges der Bundeswehr aus dem Land geschafft.

Schauer über den Beginn des Gewaltausbruchs

"Das wurde immer heftiger und dann war eigentlich nach 10 bis 15 Minuten klar, dass sich das ausweitet und wir da heute nicht mehr wegkommen", Horst Schauer aus Frankfurt Höchst über den Gewaltausbruch im Sudan.

© HIT RADIO FFH

"Kein Strom und kein fließendes Wasser mehr"

"Da war nur noch Schießerei. Wir hatten kein Strom und kein fließendes Wasser mehr. Wir mussten im Dunkeln agieren und konnten nicht mehr vor die Tür. Die Möglichkeit, dass Sie sterben, wenn Sie aus der Tür gehen, war sehr groß", so schildert Schauer, wie er die Lage im Sudan und in seinem Hotel erlebt hat.

 

Schauer über die Situation im Hotel in Khartoum

"Am vierten oder fünften Tag kamen die ersten Soldaten rein. Dann kamen sie nachher im zwei- oder drei-Stunden-Rhythmus ins Hotel und haben immer was gefordert", Horst Schauer aus Frankfurt Höchst über die Situation im Hotel in Khartum.

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An der Moschee lagen die Toten

"Wir sind dann quasi durch Khartum gegeistert und haben versucht, irgendwo reinzukommen, wo es sicher war. Man hat uns erst zu einer großen Moschee gebracht, aber da lagen die Toten schon, das war ein unsicherer Platz", so Schauer weiter über die Versuche, einen sicheren Platz in Khartum zu finden. "Dann haben wir sowas wie ein Hotel gefunden. Wir haben auf vielen Betten nebeneinander auf dem Dach geschlafen.

Schauer über den Versuch, einen sicheren Platz in Khartum zu finden

Horst Schauer saß neun Tage mit seiner Partnerin im sudanesischen Khartum fest. Einen Versuch, eine sichere Bleibe zu finden, schildert er gegenüber HIT RADIO FFH: "Man hat uns erst zu einer großen Moschee gebracht, aber da lagen die Toten schon".

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Tage der Ungewissheit

Insgesamt neun Tage saßen Horst Schauer und Mareike Röwekamp in Khartum fest. Ohne zu wissen, wie es weitergeht. Sie hätten nicht einmal am Morgen des Tages, an dem sie dann schlussendlich ausgeflogen wurden, gewusst, dass sie am Abend wegkommen. Am Ende wurden sie, wie Schauer gegenüber FFH schildert. Am Ende wurden Schauer und Röwekamp dann nach Tagen der Ungewissheit von der Bundeswehr ausgeflogen.

Schauer über den lang ersehnten Heimflug.

"An dem Tag, als wir weggeflogen wurden, haben wir morgens natürlich nicht gewusst, ob wir abends wegkommen", Horst Schauer aus Frankfurt Höchst über den lang ersehnten Flug aus Khartum.

© HIT RADIO FFH

Während ausländische Regierungen weiter ihre Staatsbürger aus dem umkämpften Sudan evakuierten, sind Zehntausende Sudanesen unter Lebensgefahr auf dem Landweg in Nachbarländer geflüchtet. "Zivilisten fliehen aus den von Kämpfen betroffenen Gebieten unter anderem in den Tschad, nach Ägypten und in den Südsudan", teilte das UN-Nothilfebüro Ocha mit.

Luftwaffe rettet mit Militärtransportern

Die Bundeswehr und andere westliche Streitkräfte haben in den ersten beiden Tagen ihres militärischen Evakuierungseinsatzes mehr als 1.000 Menschen aus dem Sudan gerettet. Die Luftwaffe flog Deutsche und andere Staatsbürger mit Militärtransportern aus dem von Kämpfen erschütterten Land aus und brachte rund 400 Menschen nach Jordanien in Sicherheit.

Luftangriffe auf Stadt bei Khartum

Die sudanesische Hauptstadt Khartum wurde am Montag zum zehnten Tag in Folge von schweren Gefechten erschüttert. Medien und Augenzeugen auf Twitter berichteten von Luftangriffen der Armee in der an Khartum nördlich angrenzenden Stadt Omdurman sowie im Vorort Kalakla. Übereinstimmenden Videos und Berichten zufolge sollen in Kalakla mehrere Wohnhäuser eingestürzt seien.

Laut UN bereits Hunderte Tote

Nach Angaben der UN sind seit Beginn des Konflikts mindestens 427 Menschen getötet und 3.700 verletzt worden. Die eigentliche Opferzahl wird jedoch als wesentlich höher vermutet. Das UN-Nothilfebüro Ocha teilte bei Twitter mit, dass die anhaltenden Kämpfe akuten Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und Treibstoff verursachten. 

Nach Tod dreier Mitarbeiter: WFP stellt Hilfe im Sudan ein

Nach dem Tod dreier Mitarbeiter hat das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) seine Hilfsmaßnahmen in dem nordostafrikanischen Krisenland eingestellt. Das teilte das WFP mit. Die drei Mitarbeiter seien am Samstag bei Auseinandersetzungen zwischen der Armee und Paramilitärs getötet worden, zwei weitere seien verletzt worden. Die Mitarbeiter hätten Menschen in der Ortschaft Kabkabiya in Nord-Darfur mit Hilfsgütern versorgt, sagte WFP Exekutivdirektorin Cindy McCain. Sie forderte "sofortige Schritte", um die Sicherheit weiterer WFP-Mitarbeiter im Sudan zu gewährleisten.

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