Arbeitslosenquote in Hessen steigt auf sechs Prozent im August
Mehr Bewerber als freie Stellen - Arbeitslosenzahl in Hessen steigt wieder
Die Arbeitslosenquote in Hessen ist im August um 0,1 Punkte gestiegen - auf jetzt 6,0 Prozent. Insgesamt waren knapp 213.000 Menschen arbeitslos.
Das sind rund 3.900 Menschen mehr als im Juli. Grund dafür ist die Ferienzeit sowie das Schul- und Ausbildungsende. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit mit.
Positive Trendwende lässt auf sich warten
„Saisonüblich beobachten wir im August einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Dieser Effekt verstärkt die ohnehin angespannte Situation auf dem hessischen Arbeitsmarkt“, sagt der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin. „Wie schon im Juli ist die Entwicklung in der Sommerzeit vor allem auf junge Menschen zurückzuführen, die sich nach dem Schul- oder Ausbildungsende im Übergang zu einem Ausbildungs- oder Studienplatz befinden", erklärt er. Wie bereits im Juli betraf der Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem Jugendliche unter 25 Jahren.
Mehr Bewerber als freie Ausbildungsstellen
„Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei den Ausbildungsstellen geht immer weiter auseinander", erklärt Martin. Im August haben sich knapp 35.000 junge Menschen für einen Ausbildungsplatz bei den Arbeitsagenturen in Hessen gemeldet. Mehr als 9.000 Jugendliche waren im August noch ohne eine Lehrstelle. Dem standen rund 31.000 von den Arbeitgebern gemeldete Lehrstellen gegenüber, von denen im August noch 7.578 unbesetzt waren.
Bewerber sollten flexibel sein
Martin rät den Suchenden zu mehr räumlicher Flexibilität und einem nicht zu engen Suchprofil beim angestrebten Beruf. Gerade in den kaufmännischen Berufen unterschieden sich die Ausbildungen nur geringfügig, meint der Experte.
Arbeitgeber zurückhaltend
Allgemein verharrten die von Arbeitgebern gemeldeten offenen Stellen mit rund 44.000 auf dem Niveau der Vormonate, und bei den Zeitarbeitsfirmen sinke die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse. Das bedeute, dass die Arbeitgeber die Lage weiterhin pessimistisch einschätzten und zurückhaltend bei Einstellungen seien.
Regional starke Unterschiede
Bei den Arbeitslosenzahlen gibt es in Hessen regional starke Unterschiede. So liegen 17 der 26 hessischen Landkreise unter dem landesweiten Durchschnitt von 6 Prozent. Im Kreis Fulda bleibt die Arbeitslosenquote mit knapp unter 4 Prozent auf dem niedrigsten Niveau in Hessen. Dicht gefolgt vom Vogelsbergkreis und dem Kreis Hersfeld-Rothenburg. Offenbach weist mit 9,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in Hessen auf - gefolgt von Kassel und Wiesbaden.


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