Ehepaar aus Raum Hanau betrogen - Telefonkriminelle ergaunern 150.000 Euro
Goldmünzen und Schmuck im Gesamtwert von etwa 150.000 Euro haben Telefonbetrüger von einem Ehepaar aus dem Raum Hanau ergaunert. Die Kriminellen hatten sich nach Angaben der Ermittler am Telefon als Polizisten ausgegeben.
Eine nahe Angehörige hätte angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und eine drohende Untersuchungshaft könne nur mit einer Kaution verhindert werden.
Druck am Telefon aufgebaut
Die Betrüger hätten den Mann und die Frau über viele Stunden telefonisch kontaktiert und mit der erlogenen Geschichte bei ihnen enorm Druck aufgebaut, “Wie abgebrüht und skrupellos die Täter vorgingen, zeigt sich allein an dem Umstand, dass sich die Tat über zwei Tage zog und das Erlangte an drei verschiedenen Orten übergeben wurde”, so die Polizei. Gefahndet werde nach einem oder mehreren Tätern.
Die Übergabeorte
Zu der ersten Übergabe kam es am Dienstag (12.01.) gegen 19 Uhr im Weißdornweg in Hanau-Klein Auheim. Bei dem unbekannten Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen unbekannten Mann, der als 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß beschrieben wurde. Er trug dunkle Kleidung und hatte eine Schiebermütze auf.
Ein weiteres Treffen wurde für den Folgetag (Mittwoch, 14.01.) im Bereich des Amtsgerichts Frankfurt-Höchst ausgemacht. In der angrenzenden Paul-Schwerin-Straße wurden einem etwa gleichaltrigen Mann mit dunklen, kurzen Haaren und rundlichem Kopf zwischen 10 Uhr und 10.30 Uhr weitere Teile der Beute übergeben.
Später am Nachmittag, zwischen 15 Uhr und 16 Uhr, erfolgte das dritte Treffen in der Jahnstraße. Hier übergab das Ehepaar einem ebenfalls 30 bis 40 Jahre alten, klein gewachsenen Unbekannten nochmals Wertgegenstände.
Appell der Ermittler
Die Ermittler riefen dazu auf, sich auf keinen Fall am Telefon in Bedrängnis bringen und zu kurzfristigen Entscheidungen verleiten zu lassen. Seien die Bürgerinnen und Bürger unsicher, sollte die Nummer 110 für die Polizei gewählt werden.