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15.01.2026, 18:28 Uhr
450 Projekte in Rhein-Main -
Design-Welt schaut 2026 nach Frankfurt
© dpa
Frankfurt und das Rhein-Main Gebiet werden als “World Design Capital” im Jahr 2026 DER Anlaufpunkt für Design und Kreativität sein.
Die Stadt Frankfurt ist dieses Jahr die Design-Welthauptstadt – und mit ihr das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Den Titel "World Design Capital 2026“ gab es von der World Design Organisation. Jetzt wurde das Programm vorgestellt. Rund 450 Projekte sollen in diesem Jahr in der Region umgesetzt werden.
Unter anderem wird es im gesamten Rhein-Main-Gebiet zwölf sogenannte Demokratie-Kioske geben. Sie werden extra angefertigt und sollen zum Diskutieren anregen. Im Senefelder Park in Offenbach sollen außerdem schöne Weidepavillons für die Menschen Schatten spenden.
Diese Projekte gibt es dieses Jahr in Frankfurt und Umgebung
Carolina Romahn, Geschäftsführerin WDC 2026 am FFH-Mikrofon.
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Ein Projekt ist zum Beispiel der Senefelder Park in Offenbach, wo Bürger miteinander einen Platz gestalten mit Weidenpavillons. Die Bürgerinnen und Bürger helfen wirklich mit und bauen dort Hochbeete und dann werden diese Weidenpavillons aufgestellt. Da sind natürlich Gestalter dabei. Das Ziel ist diesen Platz sozusagen im Sommer bei heißem Klima zu einem schönen, schattigen Aufenthaltsort zu machen, wo sich die Menschen aus Offenbach versammeln können. Im Augenblick ist im Sommer dieser Platz leer, weil er zu heiß ist. Das ist jetzt mal ein Beispiel. Ein anderes Beispiel sind das Projekt der Demokratie-Kioske, die von uns gefördert werden. Das sind zwölf an der Zahl, die in der ganzen Region aufgestellt werden. Das sind sehr schön gestaltete Kioske in Ankümpfung an die Wasserhäuschen-Tradition hier in der Region. Und die fahren eben an bestimmte Orte, werden dort ausgeklappt. Die Menschen werden eingeladen zu ganz vielen unterschiedlichen Partizipationsformaten, zu Dialogen, aber auch zu gemeinsamen Essen. Und abends gibt es auch Musik. Also das sind sozusagen Kioske, die die Idee des Miteinanders und des gemeinsamen Gestaltens in der ganzen Region abbilden.
Erstes Mal in Deutschland
Es ist das erste Mal, dass der Titel nach Deutschland vergeben wird. Im Bewerbungsverfahren hat sich Frankfurt unter anderem gegen die saudi-arabische Stadt Riad durchgesetzt. Die Gesamtkosten liegen aufs Jahr gesehen bei rund 16 Millionen Euro.
Kuhn: "Eine Riesenchance, um unsere Region auf die Weltkarte des Designs zu setzen."
Benedikt Kuhn, Chef der hessischen Staatskanzlei sagt unserem FFH-Reporter.
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Riesenchance für die Region, um unsere Region, um Hessen, um Frankfurt, Rhein, Main, auf die Weltkarte des Designs zu setzen. Und wir haben hier ein unglaublich breites Ökosystem mit den Hochschulen, mit den Studiengängen, mit Start-ups, mit der Kreativwirtschaft, aber auch mit den Unternehmen, die in den letzten fünf Jahren über 500 Designpreise gewonnen haben. Also Design Excellence, Design Value Made in Hessen, das können wir hier ausstellen und das wollen wir in diesem Jahr zeigen.
Auftakt in der Centralstation
Neben den Projekten wird es im laufenden Jahr im Rhein-Main-Gebiet rund 2000 Veranstaltungen zu den Themen Design und Kreativität geben. Der Auftakt steigt Freitag (16.1.) in der Darmstädter Centralstation mit Ministerpräsident Boris Rhein.
Design-Titel wird alle zwei Jahre vergeben
Der Titel World Design Capital wird alle zwei Jahre vergeben und ist ein international anerkanntes Programm. Initiiert wurde es als Würdigung von Städten und Regionen für ihren effektiven Einsatz von Design zur Förderung der kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung.
Frankfurt in guter Gesellschaft
In der Vergangenheit wurden unter anderem Städte wie Helsinki, Kapstadt, Seoul oder Mexiko City ausgezeichnet.