Zwischen Pollern und Polonaise - So wird Hessens ältester Umzug Klaa Paris
Die Vorfreude auf Hessens ältesten Fastnachtsumzug steigt: Am kommenden Dienstag (17. Februar) werden 100.000 Narren nach Frankfurt kommen, wenn sich der Stadtteil Heddernheim traditionell in “Klaa Paris” verwandelt. Der Veranstalter sagt: Alle können mit einem guten Gefühl zum Feiern kommen, für die Sicherheit sei gesorgt.
“Der Zug wird richtig schön bunt”, verspricht Ulrich Fergenbauer, Vorsitzender der Zuggemeinschaft, im Gespräch mit unserem Reporter. Er freut sich vor allem auf die Musikzüge - es gibt mehr als im vergangenen Jahr - und auf die Motivwagen. “Politisch haben wir uns nicht zurückgehalten”, betont Fergenbauer.
“Nah dran am Geschehen”
Klaa Paris ist definitiv eins der Highlights im hessischen Fastnachts-Kalender. Viele Besucher schätzen den Umzug für seine familiäre und entspannte Atmosphäre. “Man ist in den engen Gassen ganz nah am Geschehen dran”, sagt Fergenbauer.
Sicherheit im Fokus
Erneut steht das Thema Sicherheit im Fokus. Die Kosten seien nochmals gestiegen, berichtet der Veranstalter. Im vergangenen Jahr waren es demnach rund 168.000 Euro, diesmal “weit mehr als” 180.000 Euro. Dafür kommt die Stadt auf. Gut für die Zuggemeinschaft: Sie hat das Geld bereits im Vorfeld erhalten. Im Vorjahr hatte der Verein erst einmal in Vorleistung treten müssen.
Eine Auflage der Behörden: Am Tag des Umzugs muss der gesamte Stadtteil autofrei sein - und zwar ab 4 Uhr morgens. Dafür sind in Heddernheim insgesamt rund 600 Halteverbotsschilder aufgestellt worden.
Klaa Paris ein Vorreiter
Auch die Polizei wird beim Umzug mit einer hohen Zahl an Kräften vertreten sein. Die Leute könnten mit einem guten Gefühl zum Feiern kommen, sagt Ulrich Fergenbauer. Schließlich sei man im Hinblick auf die Sicherheit ein Vorreiter.
Im vergangenen Jahr habe Klaa Paris als einer der ersten Umzüge ein neues Sicherheitskonzept umgesetzt - bei dem werden drei Absperr-Ringe rund um die Veranstaltung gebildet. “Das war bei uns mit hohen Kosten verbunden, Polizeien aus anderen Bundesländern haben sich das aber bei uns angeschaut und danach übernommen”, erinnert sich der Chef der Zuggemeinschaft.