Kommunalwahl in Frankfurt - Warum der abgewählte OB Feldmann antritt
Als Frankfurts Oberbürgermeister war er abgewählt worden, jetzt will er zurück ins Rathaus: Peter Feldmann kandidiert bei der Kommunalwahl (15. März) für das Stadtparlament.
Korruption im Awo-Skandal, der Pokal-Klau bei der Eintracht, sexistische Äußerungen - es gab mehrere Fehltritte vor der beispiellosen Abwahl Feldmanns 2022. “Ich habe viele Fehler gemacht, dafür habe ich mich öffentlich entschuldigt”, sagt er im Gespräch mit unserem Reporter. Er glaube, "jetzt kann man jemandem auch eine zweite Chance geben.”
Feldmann ist Spitzenkandidat
Nun ist Feldmann Spitzenkandidat der Initiative “Frankfurt Sozial”. “Ein Dach über dem Kopf, kostenfreie Kitas und Krippen und natürlich ein 1-Euro-Ticket für Bus und Bahn für alle - das sind unsere Hauptforderungen”, fasst der 67-Jährige zusammen.
Verdacht der Urkundenfälschung
Der Wahlkampf wird allerdings von Ermittlungen begleitet: Es geht um den Verdacht der Urkundenfälschung. 186 Unterschriften waren nötig, um zur Kommunalwahl zugelassen zu werden. “Frankfurt Sozial” sammelte laut eigenen Angaben rund 700 - also deutlich mehr.
Vier Tote auf Unterstützer-Liste
Doch die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe: Auf der Liste sollen die Namen von vier bereits toten Menschen auftauchen. Und noch mehr: Insgesamt 36 Personen, die auf der besagten Unterstützer-Liste stehen, bestreiten laut Ermittlern, unterschrieben zu haben.
Feldmann wittert Verschwörung
Feldmann sieht eine Art Verschwörung. “Ich denke, da sind ein paar mächtige Leute am Werk, denen wir mit unseren sozialen Forderungen auf den Geist gehen.” Auf die Frage, wer dahinter stecken sollte und warum, sagt er: “Das können Sie diejenigen fragen, die es veranlassen.” Die Staatsanwaltschaft weist diese Vermutungen auf FFH-Nachfrage vehement zurück.