Stichwahl-Ergebnis in Hanau - Bieri wird neuer Oberbürgermeister
Maximilian Bieri wird neuer Oberbürgermeister in Hanau. Der SPD-Mann setzte sich am Sonntag (29.03.) in der Stichwahl mit 59,40 Prozent der Stimmen gegen Isabelle Hemsley von der CDU durch.
Stadträtin Hemsley (36) von der CDU kam auf 40,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 36,3 Prozent. In der ersten Runde vor zwei Wochen lag sie bei 46,3 Prozent.
Bieri und Hemsley sind beide in Hanau aufgewachsen, gehören einer jungen Generation von Politikern an und sitzen seit 2023 gemeinsam im Magistrat. Bieri ist promovierter Mathematiker und verantwortete bislang als Bürgermeister die Bereiche Bildung, Soziales, Demokratie und Vielfalt sowie das Immobilienmanagement der Stadt. Im Wahlkampf warb er vor allem für mehr bezahlbaren Wohnraum, gleiche Bildungschancen und eine solide Haushaltspolitik.
Nachfolger von Hessens dienstältestem OB
Bieri folgt auf seinen politischen Ziehvater, den langjährigen OB Claus Kaminsky (SPD), der sein Amt vorzeitig zum 30. September niederlegt. Der 66-Jährige, Hessens dienstältester Oberbürgermeister, stand mehr als zwei Jahrzehnte an der Spitze der Stadt.
Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen kam Bieri auf 48,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit einen Sieg denkbar knapp. Hemsley hat es trotz eines engagierten Wahlkampfendspurts nicht geschafft, das Ruder herumzureißen und ihrem Konkurrenten die nötige Stimmenzahl abzujagen. Der Wahlkampf zwischen den beiden verlief fair und respektvoll.
In sechs weiteren Städten gab es am Sonntag (29.03.) Bürgermeisterstichwahlen.
In Eschwege siegt der SPD-Kandidat Nicola-Alexander Ferl mit 59,07 Prozent.
In Schwalbach am Taunus gewinnt CDU-Kandidat Thomas Milkowitsch mit 58 Prozent.
In Lauterbach: Holger Marx von der CDU mit 59,9 Prozent.
In Groß-Bieberau: Christopher Seibel von der Freien Wähler-Gemeinschaft - knapp mit 50,25 Prozent der Stimmen.
In Linsengericht: Markus Betz von der CDU mit 54,74 Prozent.
In Waldkappel setzt sich Niklas Gries von der CDU gegen Amtsinhaber Frank Koch von der SPD durch - mit 54,9 Prozent.