9 Frankfurter Kioske durchsucht - Kiloweise Lachgas bei Großrazzia kassiert
Mehr als 100 Einsatzkräfte haben in Frankfurt bei einer groß angelegten Razzia neun Kioske kontrolliert. Dabei stellten die Behörden mehr als 200 Kilogramm illegales Lachgas sicher. Es handelte sich laut der Polizei um die bundesweit erste Kontrollaktion dieser Art gegen den Handel mit dem Stoff.
Die koordinierten Durchsuchungen fanden parallel in mehreren Stadtteilen statt, darunter im Bahnhofsviertel, in Höchst und in der Innenstadt. Daran waren unter anderem die Stadtpolizei, der Zoll, die Steuerfahndung, das Finanzamt sowie das Landeskriminalamt beteiligt.
Kartuschen und illegale Arzneimittel
Bei den Einsätzen wurden laut Behörden insgesamt über 200 Kilogramm Lachgas beschlagnahmt. Darunter befanden sich den Angaben zufolge zahlreiche große Kartuschen mit bis zu zwei Kilogramm Füllgewicht.
Zusätzlich stießen die Beamten auf 26 Tabletten illegaler Arzneimittel. Die Kontrollen führten insgesamt zu 15 Strafanzeigen. Gegen eine Person besteht laut Polizei zudem der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts.
Neues Gesetz zum Verkauf
Am 12. April ist auch ein Gesetz zu psychoaktiven Stoffen in Kraft getreten, das den Missbrauch von Lachgas eindämmen soll. Demnach dürfen Erwachsene das Gas nur noch in kleinen Kapseln mit maximal 8,4 Gramm Füllgewicht erwerben.
Kein Verkauf an Minderjährige
Der Verkauf an Minderjährige sowie der Vertrieb von größeren Gebinden ist inzwischen streng untersagt. Die beteiligten Behörden werten den groß angelegten Einsatz als deutlichen Erfolg und planen bereits weitere Gewerbekontrollen im Frankfurter Stadtgebiet.
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