Auswirkungen des Iran-Kriegs - Deshalb sorgen sich hessische Dachdecker
Viele Dachdecker-Betriebe in Hessen sorgen sich zunehmend darum, ihre Aufträge zu erfüllen. Wegen der Folgen des Iran-Kriegs ist Material entweder kaum verfügbar oder extrem teuer.
Betroffen sind vor allem Produkte, für deren Herstellung Rohöl benötigt wird - also zum Beispiel Schweißbahnen für Flachdächer und Dämmstoffe. “Da haben sich die Preise teilweise verdreifacht”, sagt Jens Schirmer-Arendt vom Dachdecker-Betrieb Nolte in Frankfurt unserem Reporter.
Lieferstopps einzelner Hersteller
Aber auch die Verfügbarkeit ist stark eingeschränkt. “Einzelne Hersteller haben schon Lieferstopps für den Mai ausgegeben.” Betriebe unterstützen sich mitunter gegenseitig oder weichen - wenn möglich - auf andere Materialien aus.
Dennoch bekommen Kundinnen und Kunden die Konsequenzen unmittelbar zu spüren. Schirmer-Arendt hat eine erste Baustelle bereits nach hinten verschieben müssen.
“Portemonnaie der Kunden wächst nicht mit”
“Die Probleme sind überall in Hessen gleich”, sagt Max Feger vom Betrieb “Weidmann & Feger” in Kronberg. Schon vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs seien die Preise durch die Inflation gestiegen. “Aber das Portemonnaie der Kunden ist nicht mitgewachsen. Die Bauherren sparen.”
Die Betriebe fürchten, dass sich das auf die Auftragslage auswirken könnte - sollte sich die Weltlage nicht bald entspannen.