«Flammenmeer» auf Reiterhof - Polizei geht von Brandstiftung aus
Neun Stunden mussten zahlreiche Feuerwehrleute gegen die Flammen auf einem Reiterhof in Heusenstamm kämpfen. Für die Ermittler deutet jetzt alles darauf hin, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde.
Nach dem Feuer auf einem Reiterhof in Heusenstamm geht die Polizei von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Brandermittler der Kriminalpolizei hätten sich am Montag vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und nach weiteren Spuren gesucht, teilte die Polizei mit. Ein technischer Defekt als Ursache des Feuers könne nach derzeitigem Stand ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen laufen weiter.
Polizei sucht dringend Zeugen
Die Kriminalpolizei Offenbach bat erneut Zeugen um Hinweise. Vor allem Spaziergänger, die zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Brandes im Umfeld der Reitanlage oder des angrenzenden Waldes unterwegs waren, könnten möglicherweise Hinweise auf verdächtige Beobachtungen geben.
Einsatzkräfte schildern dramatische Szenen
Bei dem Feuer, das am späten Samstagabend auf der Reitanlage im Landkreis Offenbach ausgebrochen war, hatten sich den Einsatzkräften zufolge dramatische Szenen abgespielt: Etwa 200 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz, um brennende Ställe und Heuvorräte zu löschen. Ein Heulager und Stallungen hatten komplett in Flammen gestanden, zudem gab es einen Brandherd in einem nahegelegenen Wald. Die Polizei hatte von einem "Flammenmeer" gesprochen.
Pferde konnten unverletzt gerettet werden
Die Tiere seien dank des schnellen Eingreifens verantwortlicher Personen gerettet worden. Allerdings hätten sich eine Ersthelferin und ein Feuerwehrmann vermutlich bei der Rettung der Pferde leichte Verletzungen zugezogen. Neun Stunden hatten die Einsatzkräfte gegen die Flammen gekämpft, bis das Feuer am nächsten Morgen gelöscht war. Auch zwei Anhänger wurden bei dem Brand zerstört. Die Polizei hatte den Schaden zunächst auf mindestens 80.000 Euro geschätzt.