Müllblitzer im Einsatz - Diese KI-Technik nutzt jetzt Offenbach
In Offenbach geht die Stadt ab sofort mit moderner Technik gegen illegale Müllkippen vor: Ein sogenannter „Müllblitzer“ soll Umweltsünder auf frischer Tat ertappen. Wer Sperrmüll oder Bauschutt einfach auf die Straße stellt, muss künftig mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.
Der erste dieser mobilen Überwachungsapparate wurde nun am Hessenring auf Höhe der Wilhelmstraße aufgestellt. Das Kamerasystem ist laut Stadt flexibel einsetzbar und soll rund um die Uhr gezielt an bekannten Hotspots positioniert werden. Auch die Stadt Bad Nauheim hat ein solches Gerät seit kurzem im Einsatz.
Keine permanente Überwachung
Wer an dem Gerät lediglich vorbeispaziert, muss sich laut Stadtverwaltung keine Sorgen um den Datenschutz machen. „Das System reagiert nicht auf sich bewegende Personen oder Objekte, sondern sichert Beweise nur anlassbezogen, wenn eine potentielle Müllablagerung stattgefunden hat. Auch haben die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes zu keiner Zeit die Möglichkeit, sich live auf die Kamera zu schalten“, so Christian Broos, der Leiter der Stabsstelle “Sauberes Offenbach” des Ordnungsamts.
Ermittlungen gegen Verursacher
Die Stadt erhofft sich von der neuen Technik vor allem eine präventive Abschreckung. Schlägt der Blitzer an, landen die Aufnahmen direkt auf dem Schreibtisch der Müllermittler. Bürgermeister und Ordnungsdezernent, Andreas Bruszynski, betont die Bedeutung des neuen Geräts für Offenbach: „Sauberkeit ist ein zentraler Baustein für das Wohlbefinden und die Lebensqualität in unserer Stadt. Mit dem Müllblitzer haben wir jetzt die Möglichkeit geschaffen, Hotspots rund um die Uhr zu überwachen und Bußgeldverfahren einzuleiten, sobald der Müllblitzer eine illegale Ablagerung festgestellt hat. Damit setzen wir ein unmissverständliches Signal, dass wir rücksichtslose Umweltverschmutzung nicht länger tolerieren.“
Mängelmelder liefert neue Standorte
Um künftige Einsatzorte für den wachsamen Kasten zu finden, setzt die Stadtverwaltung auf die Hinweise der Anwohner. Wer illegale Müllberge im Stadtgebiet entdeckt, soll diese über die App des städtischen Mängelmelders eintragen. Anhand dieser Daten wollen die Ermittler dann auswerten, an welchen Ecken der Blitzer als Nächstes aufgebaut wird.