Sparmaßnahmen des Landes - Goethe-Uni vor großen Veränderungen
Die Goethe-Universität in Frankfurt plant weitreichende strukturelle Veränderungen, um auf Budgetkürzungen der Landesregierung zu reagieren. Das Präsidium hat dazu einen ersten Entwurf für ein Rahmenkonzept vorgestellt. Nun sollen alle Gremien der Hochschule gemeinsam über die Zukunft der Universität beraten.
Steigende Kosten und erhebliche Kürzungen am Budget zwingen die Hochschule zum Handeln. Laut Präsidium könne die Universität die aktuellen Herausforderungen nicht mehr mit den Strukturen von gestern bewältigen.
Entwurf gegen Unterfinanzierung
Um eine dauerhafte finanzielle Schieflage zu vermeiden, hat die Leitung das „Rahmenkonzept Goethe-Universität 2031+“ vorgelegt. Den Angaben zufolge sollen damit künftig Aufgaben sinnvoller gebündelt und Ressourcen gezielter eingesetzt werden. Das Ziel seien klare Verantwortlichkeiten und weniger Fragmentierung innerhalb der Hochschule.
Senat kündigt Beteiligung an
Bei dem Papier handelt es sich laut Präsidium ausdrücklich um einen ersten Vorschlag und nicht um ein finales Konzept. In Klausurtagungen mit dem Senat und den Dekaninnen und Dekanen seien bereits unterschiedliche Sichtweisen und konstruktive Ansätze diskutiert worden. Der Senat habe angekündigt, sich aktiv in den weiteren Beratungsprozess einzubringen.
Verwaltung im Fokus
Neben den Fachbereichen nimmt der Entwurf auch die zentrale Hochschulverwaltung sowie die Dienstleistungsstrukturen in den Blick. Hierfür wurden laut Universität bereits erste Leitplanken formuliert. Eine offizielle Befassung des Hochschulrates steht den Angaben zufolge allerdings noch aus.
Gemeinsamer Weg
In den kommenden Monaten soll der Entwurf nun in einem breiten Prozess zu einem finalen Entwicklungskonzept ausgearbeitet werden. Dabei sollen alle Gremien und Gruppen der Universität einbezogen werden, heißt es von der Hochschulleitung. Ziel sei es, sich mittelfristig wieder eigene Gestaltungsspielräume zu eröffnen.