Nachrichten > Rhein-Main >

Das Corona-Update für Rhein-Main

Corona-Update für Rhein-Main - 200 Infizierte nach Gottesdienst

An dieser Stelle informiert HIT RADIO FFH über die Entwicklungen bezüglich des Corona-Virus in Rhein-Main-Gebiet. Wir freuen uns, wenn Sie die Infos mit anderen Bürger*innen teilen und uns weitere Infos zukommen lassen. Schreiben Sie uns an rheinmain@ffh.de


Die Hessische Landesregierung hat in den letzten Tagen mehrere Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus erlassen. Diese und zukünftige Verordnungen sind auf der Homepage www.hessen.de abrufbar.


+++ Mittlerweile 200 Corona-Infektionen nach Baptisten-Gottesdienst +++

28.05.20, 16.13 Uhr

Nach dem Gottesdienst einer Freikirche in Frankfurt am Main am 10. Mai sind bis zum heutigen Donnerstag 200 Menschen aus dem Umfeld der Gemeinde positiv auf Covid-19 getestet worden. Von ihnen wohnten 57 in Frankfurt, die übrigen lebten in sieben umliegenden Landkreisen, sagte eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezernats. Derzeit würden neun Menschen in Krankenhäusern stationär behandelt, in einem Fall intensivmedizinisch. Am vergangenen Wochenende waren die Infektionen in der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde bekannt geworden. Ein Sprecher der Gemeinde hatte damals erklärt, es seien alle Auflagen für Gottesdienste eingehalten worden. In einem Anfang der Woche veröffentlichten Informationsschreiben war allerdings von Gemeindegesang die Rede. Auch Nase-Mund-Masken wurden offenbar nicht getragen.

+++ Ryanair kritisiert Lufthansa-Hilfspaket - "rechtswidrige Beihilfen" +++

26.05.20, 15.06 Uhr

Nach der Zusage von Staatshilfen für die Lufthansa sieht der Billigflieger Ryanair eine Wettbewerbsverzerrung auf dem Luftverkehrsmarkt. Die Hilfen der Bundesregierung in Höhe von neun Milliarden Euro würden den monopolähnlichen Zugriff der Lufthansa auf den deutschen Luftverkehrsmarkt weiter stärken, kritisierte die irische Fluggesellschaft. "Es ist zutiefst ironisch, dass die deutsche Regierung, die alle anderen EU-Länder über die Einhaltung der EU-Vorschriften belehrt, keine Hemmung hat, die Vorschriften über staatliche Beihilfen zu brechen, wenn es um die Lufthansa geht", sagte Ryanair-CEO Michael O'Leary. Ryanair werde gegen dieses Beispiel "rechtswidriger staatlicher Beihilfen" für die Lufthansa vorgehen.

+++ Corona-Lockerungen und Impfstoff-Suche befeuern Dax +++

26.05.20, 14.57 Uhr

Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise und die damit einhergehende Hoffnung auf eine Wirtschaftsbelebung haben den Dax weiter angeschoben. Nach dem starken Wochenstart stieg der Leitindex zeitweise über die Marke von 11 500 Punkten und schloss damit im Chart die große Lücke, die er im Zuge des Corona-Crashs Anfang März durch den schwersten Tagesverlust seit dem 9. September 2011 aufgerissen hatte. Am Nachmittag stand der Dax 0,88 Prozent höher bei 11 491,96 Punkten.

+++ Corona-Studie: Geringe Dunkelziffer bei Infektionen in Rhein-Main +++

26.05.20, 12.47 Uhr

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es offenbar vergleichsweise wenige unerkannte Infektionen mit dem Coronavirus. Das legt eine neue, unrepräsentative hessische Studie nahe, die in Wiesbaden vorgestellt wurde. Demnach wurden von 1000 Studienteilnehmern sechs positiv getestet, vier davon wussten nichts von ihrer Infektion. "Unsere Ergebnisse sprechen für eine geringere Infektionsrate in der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet", erklärte Sandra Ciesek, Direktorin der Medizinischen Virologie des Universitätsklinikums in Frankfurt. Die Studie wurde zusammen mit dem Institut für Virologie der Philipps-Universität Marburg erstellt. Der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt am Main, René Gottschalk, bezeichnete die Ergebnisse als "erstaunlich": Die Durchseuchung - also die Patienten, die ohne ihr Wissen eine Infektion hatten - sei relativ gering. Zum Vergleich: Das Robert-Koch-Institut verweist in der Dunkelzifferfrage auf Studien, die von einer zehn- bis zwanzigfachen Dunkelziffer in China ausgingen.

+++ Condor-Chef hofft trotz Corona auf schnelle Investoren-Lösung +++

25.05.20, 13.40 Uhr

Der staatlich gerettete Ferienflieger Condor hofft trotz der Corona-Krise auf eine schnelle Lösung bei der Suche nach einem neuen Investor. Nach Angaben des Airline-Chefs Ralf Teckentrup wird derzeit ein neuer Schutzschirmplan erarbeitet, der weitgehend dem früheren Plan entsprechen werde. "Wenn es gut läuft, können wir den Schutzschirm in den nächsten drei Monaten verlassen", sagte der Manager dem Fachmagazin "fvw". Allerdings müsse sich zunächst der Markt beruhigen, bevor Condor wieder zum Verkauf angeboten werde.

+++ Über 50 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdacht bei Corona-Hilfen +++

25.05.20, 10.58 Uhr

Die Strafverfolgungsbehörden in Hessen haben mehr als 50 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts bei der Beantragung staatlicher Corona-Soforthilfen eröffnet. Die bisherigen Ermittlungen hätten jedoch "keine Anhaltspunkte auf systematisch agierende, zusammenhängende Tätergruppierungen ergeben", teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Insgesamt gebe es bislang etwa 150 bis 200 Verdachtsfälle, sagte ein Sprecher der Behörde. Mitunter existierten Unternehmen, für die Hilfsgelder beantragt werden, gar nicht oder die Mitarbeiterzahl werde im Antrag höher angegeben.

+++ Nach Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt: mindestens 107 Infizierte +++

25.05.20, 5.32 Uhr

Nach einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt ist die Zahl der Corona-Infizierten auf 107 gestiegen. Das hat Hessens Gesundheitsminister Klose mitgeteilt. Weiter unklar ist, wer genau an dem Gottesdienst vor zwei Wochen teilgenommen hat. Die Gemeinde sagt: "Wir haben alle Regeln eingehalten. Es gab Desinfektionsmittel und einen Abstand von mindestens anderthalb Metern." Offenbar wurde aber keine Teilnehmerliste geführt. Die ist bei Gottesdiensten - anders als bei dem Besuch von Gaststätten - nicht vorgeschrieben. Das macht jetzt die Nachverfolgung schwierig. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist verärgert: das grenze an organisierte Unverantwortlichkeit, sagt er. Mindestens 17 Infizierte kommen aus seiner Stadt.

+++ Justiz befürchtet Überlastung wegen Flugtickets +++

22.05.20, 14.15 Uhr

Die Frankfurter Justiz fürchtet eine nicht zu bewältigende Klagewelle, weil Fluggesellschaften in der Corona-Krise stornierte Flüge nicht rechtzeitig erstatten. "Wir erwarten, dass sich Luftverkehrsunternehmen rechtstreu verhalten und gesetzliche Verpflichtungen zur Rückerstattung von stornierten Tickets erfüllen", erklärte der Vize-Präsident des Amtsgerichts Frankfurt, Frank Richter.

+++ Gewerkschaft enttäuscht über fehlende Jobsicherung bei Lufthansa +++

22.05.20, 9.40 Uhr

Bei der angepeilten Lufthansa-Rettung vermisst die Kabinengewerkschaft Ufo staatliche Vorgaben zur Beschäftigungssicherung. "Da hat die Lufthansa jetzt freie Hand", sagte Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies in Frankfurt. Der Umgang mit den rund 1400 Beschäftigten der Teilgesellschaft Germanwings zeige die Härte, mit der das Unternehmen nun vorgehen werde. Die Germanwings-Mitarbeiter würden bislang nicht in die Verhandlungen einbezogen, die Unternehmen und Gewerkschaften bereits zu den künftigen Arbeitskonditionen im Lufthansa-Konzern führten. 

+++ Mehr Chance als Schaden? Fahrzeug-Sharing in der Corona-Krise +++

22.05.20, 9.32 Uhr

Fahrräder, Autos und E-Tretroller mit anderen Menschen teilen - in der Corona-Pandemie scheint das eine schlechte Idee zu sein. Wer steigt schon auf oder in ein Fahrzeug, von dem man nicht weiß, wie gesund der Vornutzer war? Oder wann es zuletzt desinfiziert wurde? Tatsächlich hat die Corona-Krise dem Geschäft mit der "Shared Mobility" zugesetzt. Forscher halten es jedoch für möglich, dass sie am Ende sogar Profiteur der Pandemie sein könnte. Der Frankfurter Mobilitätsforscher Martin Lanzendorf sieht in der Krise eine Chance für die Verkehrswende und auch manche Sharing-Angebote. So machten viele Menschen derzeit die Erfahrung, dass sie auch mit dem Fahrrad oder E-Scootern gut vorankämen. Nun sei es an den Städten, dies zu nutzen. Weltweit gebe es Beispiele, auch in Berlin, in denen jetzt für Fahrräder und Fußgänger mehr Platz geschaffen und dafür dem zurückgegangenen Autoverkehr Raum entzogen werde, damit das Abstandsgebot auf Bürgersteigen und Radwegen eingehalten werden könne. "Corona ist auch ein großer Verkehrsversuch", sagt der Professor.

+++ Brauereien kämpfen in Corona-Krise - Fassbierabsatz eingebrochen +++

19.05.20, 10.39 Uhr

Gastronomie unter Ausnahmebedingungen, abgesagte Sportevents und Volksfeste: Die Brauer stehen in Hessen und Rheinland-Pfalz wegen der Corona-Krise unter Druck und gehen von drastischen Umsatzeinbrüchen aus. "Wir werden es überleben, es ist aber eine sehr schwere Situation", sagte Emmanuelle Bitton-Glaab von der Geschäftsführung der traditionsreichen, kleinen Familienbrauerei Glaabsbräu in Seligenstadt. Gastronomen würden für die kommenden Monate mit Einbußen von 30 bis 40 Prozent beim Umsatz rechnen. Die kleine Brauerei, deren 16 Mitarbeiter mehrheitlich in Kurzarbeit seien, habe einen Fassbieranteil von 60 Prozent. "Wir haben das Glück, dass wir keinen Investitionsstau haben", sagte Bitton-Glaab mit Blick auf die erst 2015 fertiggebaute neue Brauerei.

nach oben