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Mit Drohne und Infrarotsensoren: So werden Rehe in Südhessen gerettet

Mit Drohne und Infrarotsensoren - So werden Rehe in Südhessen gerettet

© FFH

Mit einer Drohne suchen die Jäger im Landkreis Darmstadt-Dieburg nach Rehkitzen, um sie vor der Mahd aus den Feldern der Bauern zu retten. So wird verhindert, dass die Kitze durch die Mähmaschine umkommen.

Sie sind klein, liegen im hohen Gras und sind von außen nicht zu sehen: Kleine Rehkitze, die sich auf den Feldern verstecken, bis ihre Mutter wiederkommt. Doch wenn die Landwirte ihre Felder mähen wollen, besteht für die Kitze Lebensgefahr. Damit das nicht passiert, arbeiten Landwirte und Jäger zusammen.

Schon in den frühen Morgenstunden, um 4 Uhr, starten die Jäger meist ihre Suche nach den Rehen. Sie durchkämmen die Felder zu Fuß oder mit Hunden, bringen Schallkanonen und blaue Mülltüten an Stäben an, die die Rehe sehen können und abschrecken. Auch gibt es die Möglichkeit, mit Infrarotsensoren an langen Metallstangen das Feld abzulaufen. Die Suche ist aber auch aus der Luft möglich: Durch Drohnen mit Wärmebildkameras. Für die letzten beiden Varianten ist der frühe Start besonders wichtig. Denn das funktioniert nur, wenn das Rehkitz das einzige ist, was Wärme reflektiert, erklärt Jäger Manfred Conrad im Gespräch mit FFH.

Mähen direkt nach der Wildtiersuche

Wird ein Reh entdeckt, bringen die Jäger es mit entsprechenden Schutzmaßnahmen in Sicherheit, damit das Reh nicht nach Mensch riecht. Teilweise stülpen sie auch Wäschekörbe über die Kitze und markieren die Stelle für die Landwirte. Dann müssen diese aber auch direkt mähen, damit die Kitze nicht verdursten. Generell müssen die Bauern so schnell wie möglich nach der Rehkitzsuche mit dem Mähen anfangen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Tiere wiederkommen.

Hohe Kosten für Rettung

Die ganzen Rettungsmaßnahmen sind ziemlich anstrengend für die Jäger und kosten teilweise viel Geld. Wie die Anschaffung der 6.500 Euro teuren Drohne. Um das zu finanzieren, haben einige der Jäger im Kreis extra einen Verein gegründet, um staatliche Subventionen zu erhalten, sagt Conrad. Sie werden bei der Wildtierrettung aber auch durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg unterstützt, erklärt Landrat Peter Schellhaas.

Ersteres Schwantes kann man sich nicht mehr unbedingt vorstellen. Wenn das nicht gesehen hat. Wenn das kleine Tier, dann Ruhe ins Stücke zerrissen unter Umständen auf der Wiese legt. On ne Ja, das geht einem schon sehr nah und tut einen wirklich leid. Es ist traurig. Gel wenden. Wenn sowas passiert. Herr und emotional. Na ja, es berührt mich schon ganz, ganz, ganz irre. Der C

© HIT RADIO FFH

Jäger Manfred Conrad erzählt, wie nahe ihm der Fund eines toten Rehkitzes geht. 

Suche ist meistens erfolgreich

Doch die Investitionen lohnen sich, sagt Jäger Manfred Conrad. Denn die Drohnensuche funktioniert meistens sehr genau und hilft dabei, alle Rehkitze zu finden, die sich versteckt halten. Wenn doch mal ein Kitz übersehen wird, geht das den Jägern sehr nahe, wie Conrad schildert. Wird ein Tier durch das Mähen stark verletzt, ist es die Aufgabe der Jäger, das Tier zu erlösen. Auch das falle Conrad sehr schwer. Deshalb ist er froh, dass bis jetzt die Rettungsmaßnahmen sehr gut funktionieren.

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