Demo in Darmstadt - Warum am Donnerstag Schüler streiken
Am Donnerstag (5.3.) findet in Darmstadt ein Schulstreik gegen die Wehrpflicht statt. Der Protest startet um 11.30 Uhr am Luisenplatz. Diese Aktion ist Teil einer bundesweiten Bewegung junger Menschen, die sich gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht und Zwangsdienste ausspricht.
Bereits im Dezember streikten mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler in über 80 Städten gegen das Wehrdienstmodernisierungsgesetz. Trotz der Annahme dieses Gesetzes durch den Bundestag wollen die Jugendlichen weiterhin ihre Stimme erheben.
Kritik an staatlichen Forderungen
Die Initiative „Schulstreik gegen die Wehrpflicht Darmstadt“ kritisiert, dass der Staat von jungen Menschen verlangt, sich für geopolitische Interessen zu opfern. Gleichzeitig würden andere gesellschaftliche Aufgaben wie Bildung und Klimaschutz vernachlässigt. „Wir streiken, weil wir weder zu einem Dienst an der Waffe – noch zu irgendeinem anderen Dienst gezwungen werden wollen, weil wir gegen Kriege sind und weil wir eine Gesellschaft anstreben, in der junge Menschen in ihren eigenen Lebensentscheidungen respektiert werden.“, heißt es in einer Mitteilung.
Über mögliche Folgen erkundigen
Die KreisschülerInnenvertretung Darmstadt-Dieburg (KSV) zeigt sich solidarisch mit den Streikenden. Sie stellt jedoch klar, dass sie nicht offiziell zur Teilnahme am Streik aufruft. Der stellvertretende Kreisschulsprecher Jakob Zöller betont die Bedeutung politischen Engagements junger Menschen und fordert, dass ihre Stimmen gehört werden müssen. Gleichzeitig weist die KSV darauf hin, dass die Teilnahme an einem Streik während der Unterrichtszeit schulische Konsequenzen haben könne. Schülerinnen und Schüler sollten sich vorher über mögliche Folgen erkundigen. Der KSV regt deshalb an, in Zukunft über ein allgemeines Streikrecht für Schülerinnen und Schüler zu diskutieren.