Bedrohtes Stadttheater - Rüsselsheimer starten Rettungsaktion
Eine Bürgerinitiative versucht, das marode Stadttheater in Rüsselsheim zu retten. Die Initiatoren möchten Geld für die Sanierung sammeln, da die Stadt die geschätzten Kosten von über 40 Millionen Euro nicht tragen kann.
Der Vorschlag entstand auf einer Bürgerversammlung und hat mittlerweile Form angenommen: Die Initiative „TheJa!ter“ hat bisher mehr als 50 Unterstützungs-Zusagen über jeweils 1.000 Euro und auch bereits Geldzahlungen erhalten.
Ziel ist breite Unterstützung
Die Initiatoren, zu denen Sigrid Roes, Rüdiger Schmidt, Thomas Frickel und Bodo Schneider-Schrimpf gehören, möchten nicht nur mehr Geld, sondern auch öffentliche Unterstützung für das Theater gewinnen. Das machen sie im Gespräch mit HIT RADIO FFH deutlich. Die Aktion soll zudem durchaus auch einen gewissen Druck auf die Kommunalpolitik ausüben, um die Sanierung des Theaters zu sichern.
Geld auf Treuhandkonto
Dabei garantiert ein Treuhandkonto, geführt von Rechtsanwalt Bodo Schneider-Schrimpf, dass das Geld im Erfolgsfall für die Renovierung genutzt wird und bei einem Misserfolg zu den Spendern zurückfließt.
"Der Erfolg gibt uns jetzt schon Recht"
Die Initiative möchte mit ihrer aufwendigen Aktion einfach auch ein starkes Zeichen an die Stadtpolitiker senden. Sigrid Roes zu FFH: “Das ist ein ganz wichtiges Symbol, dass die Leute eben merken, man nörgelt nicht nur an den Politikern rum, sondern man ist auch bereit, in die eigene Tasche zu greifen. Und ich denke, das kommt auch an. Der Erfolg gibt uns jetzt schon Recht.”
Wichtig auch für junge Leute
Laut der Initiative „Ja zum Theater“ ist das Rüsselsheimer Stadttheater der einzige repräsentative Veranstaltungsort in der Stadt. Eine Verschiebung der Sanierung würde die Kosten in die Höhe treiben, so die Initiative. Das Theater, eröffnet 1969, habe vielen jungen Menschen den Zugang zur Kultur eröffnet und sei ein elementarer Bestandteil des kulturellen Lebens in Rüsselsheim.
Unterstützung durch OB
Der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt unterstützt die Aktion im FFH-Gespräch ausdrücklich. Er sagt: "Wir freuen uns über dieses Engagement für unser Theater aus der Bürgerschaft heraus, von Menschen heraus, die dieses Theater lieben und vor allem aber auch schätzen in dem, was es leistet als Beitrag für die Stadtgesellschaft."