Modautal: FFH-Mediencamp vorbei - Das haben die Jugendlichen produziert
50 Jugendliche gründen eine eigene Musikproduktionsfirma, organisieren deren Marketing und betreuen Social Media-Kanäle und Podcasts rund um das fiktive Unternehmen. Dazu hatten sie jetzt wieder im FFH-Mediencamp die Chance, das in der zweiten Woche der Osterferien stattfand.
Am ersten Tag komponierten, texteten und produzierten die 14- bis 17-Jährigen dafür einen eigenen Song. “Wake Up Call” ist dabei entstanden.
FFH-Mediencamp unter dem Motto “Bessere Welt”
Der Song “Wake Up Call" entstand unter dem Motto “Bessere Welt”, das über dem ganzen FFH-Mediencamp stand. Die 50 Jugendlichen konnten sich im Kreisjugendheim Ernsthofen im Landkreis Darmstadt-Dieburg in vier sogenannte “Departments” einteilen und dort unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Während sich das Acoustic Lab dem Lied annahm, stellte sich das Social Impact Studio die Frage, wie “Wake Up Call” an die Öffentlichkeit herangetragen werden kann.
50 Jugendliche entwickeln eigenes Musiklabel
Dafür entwickelten sie das Label “Hill Beats” und gaben der Band den Namen “Somniatores” - zu Deutsch “Die Träumenden”. Außerdem entwickelte das Social Impact Studio die Website somniatores.de, auf der es Infos rund um die Band gibt. Sogar eigene, fiktive Merchandising-Produkte wie Tassen, Pullover und eine Handyhülle entwickelten die Teenager. Für den Instagram-Account somniatores_official wurden mehrere Kurzvideos gedreht, in denen sich die Band vorstellt.
Vermarktung für eigenen Song “Wake Up Call"
Das Audio Story Lab produzierte Podcasts rund um den Song und die Band. So erfanden die Jugendlichen eine Legende um die Band-Sängerin Mara, die demnach Teil von Michael Jacksons Familie ist. Weil sie dies verheimlichte, kam es zu einer kurzzeitigen Trennung der Musikgruppe. Außerdem wurden Interviews geführt, etwa mit FFH-Moderator Marvin Ulrich.
23 Stunden und 30 Minuten Schnittarbeit
Fast 24 Stunden Schnittarbeit kostete das Musikvideo zum Song, das das Department Visual Story Lab entwickelte und produzierte. Außerdem gab es mehrere Behind-the-scenes-Videos und eine Kurzdokumentation über das FFH-Mediencamp im Kreisjugendheim Ernsthofen zu sehen.
Stolze Eltern bei Abschluss-Präsentation
Am Abschlusstag gab es viele müde Gesichter zu sehen, weil am Abend groß gefeiert wurde. Manch einer beendete noch in der Nacht den Schnitt eines Videos. Die Eltern der Teilnehmer, die die Arbeiten am Samstag (11.04.) präsentiert bekamen, waren sichtlich stolz.
Achtes FFH-Mediencamp in den Osterferien 2026
Das FFH-Mediencamp führt Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren unter anderem an die Bereiche Radio, Podcast, Social Media, Filmproduktion, Design, Marketing und KI heran. HIT RADIO FFH veranstaltet es gemeinsam mit der Medienanstalt Hessen und dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation (MuK). Unterstützt wird es auch vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Es fand in den Osterferien 2026 zum achten Mal statt.
Medienbildung in fünf Tagen
“Junge Menschen brauchen heute mehr denn je Orientierung in einer digitalen Welt, die viele Chancen bietet, aber auch große Herausforderungen mit sich bringt”, sagt Marco Maier, Geschäftsführer der FFH-Mediengruppe. Murad Erdemir, Direktor der Medienanstalt Hessen, nannte Medienkompetenz eine Schlüsselqualifikation und Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe.
“Bewusstsein schaffen, wie Medien wirken”
“Das FFH-Mediencamp vereint praxisnahes Arbeiten mit gezielter Wissensvermittlung und kritischer Reflexion. Wir möchten den Jugendlichen dabei nicht nur technische Kompetenzen vermitteln, sondern auch ein Bewusstsein dafür schaffen, wie Medien wirken, und sie dazu ermutigen, mit einer gefestigten Haltung ihren eigenen Beitrag zu unserer Medienwelt zu leisten”, so Erdemir.
Viele Möglichkeiten bei FFH-Mediencamp
Neben den Projekten geht es auch darum, bei kritischen Themen anzusetzen: Das FFH-Mediencamp bot auch in diesem Jahr “gemeinsame Teamworkphasen mit vertiefenden Workshops zu Themen wie Desinformation, Urheberrecht, Storytelling, Social Media und dem sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz”, berichtet Peter Holnick, Geschäftsführer des MuK. “Es begeistert mich immer wieder aufs Neue zu sehen, mit wie viel Neugier, Kreativität und Engagement alle im Team zusammenarbeiten”, so Holnick abschließend.
Alle Informationen zum FFH-Mediencamp sind auf ffh-mediencamp.de abrufbar.