War es ein Auftrags-Anschlag? - LKA untersucht Explosion in Groß-Umstadt
Es könnte ein Auftrags-Verbrechen gewesen sein: Am Mittwochmorgen knallte und brannte es im Groß-Umstädter Stadtteil Richen, eine Haustür wurde demoliert. Zwei unbekannte Männer sollen nach dem Vorfall vom Tatort geflüchtet sein. Auch das Hessische Landeskriminalamt ermittelt.
Am frühen Mittwochmorgen gegen 5 Uhr berichteten Zeugen der Polizei von einem lauten Knall und Flammen vor einem Mehrfamilienhaus im Walter-Trautmann-Weg. Durch die Druckwelle des Feuers wurde die Haustür des Hauses beschädigt.
Es entstand ein Sachschaden, verletzt wurde niemand. Die alarmierte Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle.
Flucht der Verdächtigen
Zeugenaussagen zufolge flüchteten zwei große, schlanke Männer vom Ort des Geschehens. Sie sollen mit einem Fahrzeug weggefahren sein, wie die Polizei berichtet.
War es ein Auftrags-Anschlag?
Gemäß Polizeiangaben gegenüber HIT RADIO FFH könnte es sich bei dem Vorfall um das Phänomen "Violence-as-a-service" handeln. Auch in diese Richtung werde ermittelt.
Dabei werben kriminelle Netzwerke Minderjährige oder junge Leute an, die Drohungen, Angriffe oder sogar Tötungen gegen Geld ausführen. Immer wieder gab es in letzter Zeit solche Vorfälle. Das Bundeskriminalamt arbeitet zusammen mit Europol und weiteren Partnerdiensten aus acht europäischen Staaten in einer Operational Task Force GRIMM (OTF GRIMM) zusammen, um mögliche Drahtzieher zu identifizieren und Minderjährige zu schützen.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Polizei ermittelt gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06151/969-0 bei der Kripo Darmstadt zu melden, falls sie Hinweise zu den Tatverdächtigen oder dem Fahrzeug geben können.