Schädlings-Alarm in Trebur: Mehr als 200 Japankäfer gefunden
Schädlings-Alarm in Trebur - So jagt die Stadt die vielen Japankäfer
Er ist der Schrecken unserer Landwirte, Winzer und Obstbauern: Der gefräßige Japankäfer breitet sich in Hessen immer mehr aus. Aktuell besonders in Trebur im Kreis Groß-Gerau. Hier reagieren die Behörden jetzt mit einem „Massenfang“.
In Trebur wurden inzwischen über 200 Japankäfer gefunden. Zunächst waren fünf der Käfer entdeckt worden, am 15. Juni. Diese Käfer gelten als invasive Schädlinge. Der auch in Südhessen zuständige Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen reagiert deshalb jetzt mit dem verstärktem Einsatz von Fallen. Mittlerweile sind über 30 im Einsatz, die in einem Umkreis von 200 Metern um den ersten Fundort dicht aufgestellt wurden.
Strategie: Massenfang statt Chemie
Dr. Christian Hillnhütter vom Pflanzenschutzdienst weist darauf hin, dass chemische Methoden im Siedlungsgebiet keine Option sind. Der Fokus liege daher auf dem Massenfang. Zudem wurden Bodenproben genommen. Ziel sei es, die Vermehrung der Käfer zu stoppen, bevor diese sich ausbreiten können. Aktuell gilt ein Bewässerungsverbot für Rasenflächen innerhalb der Zone in einem Radius von einem Kilometer um den Fundort, da feuchte Bedingungen die Vermehrung begünstigen.
Gefährlicher Hunger des Japankäfers
Der Japankäfer ist besonders gefährlich, weil er über 400 verschiedene Pflanzen befällt, darunter auch wichtige Kulturen wie Obstbäume, Mais und Weinreben. Bei starkem Befall bleiben oft nur die Gerippe der Blätter übrig, was die Pflanzen stark schwächt oder sogar zum Absterben führen kann.
Metallisch grüner Kopf
Der Käfer ist etwa so groß wie eine Kaffeebohne und zeichnet sich durch einen metallisch grünen Kopf und braune Flügel aus. Markant sind fünf weiße Haarbüschel an den Seiten des Hinterleibs.