Weltkindertag in Darmstadt - Warum Kinder diesmal demonstrieren
Anlässlich des Weltkindertages ruft ein breites Bündnis in Darmstadt zu einer Demonstration für Kinderrechte auf. Vom Karolinenplatz aus soll am Sonntag (20.9.) ein bunter Zug bis zur Bühne des anschließenden Familienfestes ziehen. Das Ziel: Den Bedürfnissen der Jüngsten eine unübersehbare Stimme geben.
Treffpunkt für die Aktion ist um 11.30 Uhr auf dem Karolinenplatz. Den Angaben des Jugendrings Darmstadt zufolge können Kinder und Jugendliche gerne ihre Eltern und Geschwister mitbringen. Auch im Vorfeld selbst gestaltete Plakate zu den eigenen Rechten sind bei der Demo ausdrücklich erwünscht.
Unterstützung aus dem Rathaus
Bürgermeisterin Barbara Akdeniz unterstützt den Aufruf. Kinder hätten Rechte, und darauf wolle man mit dem Demonstrationszug aufmerksam machen, heißt es von der Politikerin. Sie lädt alle Darmstädter Kinder dazu ein, laut und sichtbar für sich einzustehen.
“Fundament der Gesellschaft”
Auch der Vorsitzende des Jugendrings, Aaron Becker, betont laut Mitteilung die Wichtigkeit der Aktion. Kinder seien das Fundament der Gesellschaft. Ihre Interessen und Bedürfnisse würden aktuell jedoch nicht immer ausreichend geschützt und berücksichtigt, so Becker.
Bühnenprogramm und 60 Stände
Nach dem Demonstrationszug durch die Stadt endet die Route direkt vor der Bühne des Weltkindertages am Marktplatz. Dort wartet auf die Familien laut den Organisatoren ein großes Fest. Rund 60 Stände sollen zeigen, wo sich Kinder in Darmstadt einbringen und mitmachen können. Das Fest bietet am Sonntagnachmittag zudem ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Geplant sind unter anderem akrobatische, tänzerische und musikalische Darbietungen von Kindern und Jugendlichen.
Rechte im Mittelpunkt
Bei all dem Spiel und Spaß soll der eigentliche Anlass jedoch nicht in den Hintergrund rücken. Es gehe vor allem darum, dass Kinder erleben, dass ihre Meinung zählt und ihre Wünsche ernst genommen werden, teilt der BDKJ Darmstadt als Mitveranstalter mit. Basis für den Aktionstag ist die UN-Kinderrechtskonvention, die grundlegende Freiheiten wie den Schutz vor Gewalt und das Recht auf Bildung festschreibt. In Hessen sind diese Rechte seit einer Volksabstimmung im Jahr 2018 zudem ausdrücklich in der Landesverfassung verankert.