"Pinktober" in Heppenheim - Darum hängen BHs in der Fußgängerzone
Wer durch die Heppenheimer Fußgängerzone schlendert, dem fällt derzeit ein ungewöhnliches Bild auf: Zahlreiche gespendete BHs hängen über den Köpfen der Passanten. Mit dieser Aktion wollen Stadt, Kreis und das Kreiskrankenhaus Bergstraße auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen und für die lebenswichtige Früherkennung sensibilisieren.
Vertreter der Stadt, des Kreises und des Kreiskrankenhauses haben den sogenannten Bergsträßer Pinktober jetzt offiziell gestartet. Brustkrebs ist laut den Initiatoren die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, kann aber auch Männer treffen. Wird der Tumor früh erkannt, bestünden jedoch gute Heilungschancen.
Fokus auf Prävention an Schulen
Die Kreisverwaltung möchte das Thema nun besonders in den Fokus der jüngeren Generation rücke: Laut Gesundheitsdezernentin Angelika Beckenbach finden deshalb spezielle Aktionen an mehreren Schulen im Kreis Bergstraße statt. Dort sollen Schülerinnen und Schüler für die Krankheit sensibilisiert und zu einer gesunden Lebensweise motiviert werden.
Wahrzeichen leuchten pink
Die BH-Installation ist dabei nur ein Teil einer klinikübergreifenden Kampagne, die von Heppenheim bis Heidelberg reicht. Um zusätzliche Sichtbarkeit zu schaffen, werden die Starkenburg und das Heidelberger Schloss im gesamten Aktionsmonat pink angestrahlt, heißt es von den Verantwortlichen.
Umfassende Hilfsangebote
Neben der Symbolik im öffentlichen Raum gibt es auch zahlreiche Informationsveranstaltungen, Wanderungen und sportliche Aktionen. Dabei vermitteln Experten laut dem Brustzentrum Bergstraße praxisnahes Wissen zur Früherkennung und der individuellen Behandlung. Gleichzeitig nutzt die Kampagne die Aufmerksamkeit, um konkrete Hilfsangebote für erkrankte Frauen und deren Kinder zu unterstützen.