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Studie: Sytematische Vertuschung von Missbrauchsfällen in Mainz

Studie zum Bistum Mainz - Systematische Vertuschung von Missbrauch

Fälle sexuellen Missbrauchs wurden im Bistum Mainz über Jahrzehnte systematisch verschwiegen, verharmlost und nicht verfolgt. Dazu kam eine Studie, die heute vom unabhängigen Rechtsanwalt Ulrich Weber vorgestellt wurde. 

"Das Bistum als verantwortliche Institution hat durch unangemessenen Umgang und mangelnde Kontrolle in vielen Fällen sexuellen Missbrauch begünstigt", sagte Weber. Außerdem hätten viele Pfarrgemeinden sich mit Beschuldigten solidarisiert und sie in Schutz genommen, was die Aufklärung erschwerte. Opfer wurden diskreditiert, und weitere Fälle wurden ermöglicht.

Vier Jahre Forschung

Die Studie wurde 2019 vom Bistum Mainz in Auftrag gegeben, um Missbrauchsfälle seit 1945 aufzuklären. Dafür wurden von Rechtsanwalt Ulrich und seinem Team über 25.000 Akten und Dokumente überprüft und Befragungen durchgeführt. 

Bistum bemüht um Geheimhaltung

Die Führungsetage im Bistum Mainz blieb über die Jahre untätig, und war hauptsächlich um Geheimhaltung bemüht. Öffentliches Ärgernis wollte vermieden werden, das Leid der Betroffenen wurde nicht beachtet. Unter Bischof Hermann Volk (1962-1982) sei es besonders schwerwiegend gewesen.

Keine Aufklärung durch Bischof Lehmann

Doch auch der beliebte Karl Lehmann, von 1983 bis 2016 Bischof in Mainz, wäre nicht tätig geworden. "Seinen mit eigenen Worten formulierten Anspruch für den Umgang mit sexueller Gewalt in der katholischen Kirche im Bistum Mainz hat er selbst zu keiner Zeit erfüllt", so Ulrich Weber. 

Mehr als 650 Opfer

Laut der Studie habe es vermutlich mehr als 650 Menschen gegeben, die im Bistum Mainz Opfer von Missbrauch wurden. Dies sind zumindest die Fälle, die der Studie bekannt waren.

Bischof Kohlgraf äußert sich Mittwoch

Der amtierende Bischof Peter Kohlgraf will sich am 8. März ausführlich äußern. Er selbst wurde von den Studienleitern als lernbereit beschrieben. Kohlgraf nehme Vorwürfe sehr ernst und handele sehr konsequent. Bereits heute sagte er: Ein ganzes System hat versagt. Nicht nur die Leitungsebene ist ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden - auch andere Ebenen haben versagt."

Redaktion Ramona Wessmann

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