Crash oder Betrugsmasche? - Unfall in Mainz wirft Fragen auf
Was zunächst wie ein gewöhnlicher Blechschaden in Mainz aussah, könnte eine dreiste Betrugsmasche sein. Die Polizei geht nach einem Unfall in der Rheinallee dem Verdacht nach, ob der Crash absichtlich herbeigeführt wurde.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend an der Einmündung zur Zwerchallee in der Mainzer Neustadt. Während die geschädigte Fahrerin auf der rechten Spur abbiegen wollte, nutzte der andere Fahrer zunächst die linke Spur. Mitten im Abbiegevorgang soll er dann nach Angaben der Fahrerin plötzlich die Fahrbahn gewechselt und den Wagen der Frau touchiert haben.
Fahrerin fühlt sich überrumpelt
Erst im Nachhinein meldete die Frau den Unfall auf der Polizeiwache. Vor Ort hatte sie sich nach eigenen Angaben von dem Mann so überrumpelt gefühlt, dass sie auf eine sofortige Aufnahme verzichtet hatte. Doch das Verhalten des Unfallgegners ließ ihr keine Ruhe: Er soll, so die Fahrerin, die Situation mit dem Handy gefilmt und außerdem versucht haben, ihr einen Altschaden unterzuschieben. Dabei habe er auffällig routiniert gewirkt und. Im Nachhinein hatte die Frau den Eindruck, der Fahrer habe vor dem Zusammenstoß sogar gezielt beschleunigt.
Auffällige Häufung an gleicher Stelle
Eine Recherche der Beamten erhärtete den Verdacht schnell. Der Fahrer ist an dieser Örtlichkeit offenbar kein Unbekannter: Innerhalb des letzten Jahres war er dort bereits in mehrere ähnliche Unfälle verwickelt. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.