Warum Hessen nun Spitzenreiter im Finanzamt-Ranking ist
Hessen bei Steuererklärung top - Finanzämter freuen sich über Platz 1
Die hessischen Finanzämter arbeiten besonders schnell. Das hat der Bund der Steuerzahler ermittelt. Im Durchschnitt dauerte der Steuer-Check zuletzt 41,1 Tage - das ist die Spitzen-Position in Deutschland.
Laut dem Bund der Steuerzahler (BdSt) führen hessische Finanzämter das bundesweite Ranking der schnellsten Bearbeitungszeiten für Steuererklärungen an. Im Jahr 2025 benötigten sie im Durchschnitt 41,1 Tage für die Bearbeitung der Steuererklärungen von 2024.
Aus dem Mittelfeld auf die Pole-Position
Im Vergleich zum Vorjahr verkürzte sich die Wartezeit um 3,2 Tage. Hessen kletterte damit auf den ersten Platz des Rankings, was eine Verbesserung um sieben Plätze bedeutet.
Bremen ist Schlusslicht
Berlin folgt mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 41,5 Tagen auf dem zweiten Platz. Bremen hingegen schneidet am schlechtesten ab, mit durchschnittlich 56,15 Tagen.
Reaktionszeit bei Selbstständigen verschlechtert
Bei Steuererklärungen von Selbstständigen und Freiberuflern konnte Hessen seine Spitzenposition behaupten. Jedoch verschlechterte sich die Bearbeitungszeit leicht von 43,2 auf 45,2 Tage. Steuererklärungen hessischer Arbeitnehmer wurden hingegen schneller bearbeitet. Die Bearbeitungszeit sank um 4,5 Tage auf durchschnittlich 40,1 Tage, was Hessen von Platz 11 auf Platz 5 brachte.
Ergebnis motiviert zur weiteren Effizienzsteigerung
Joachim Papendick, Vorsitzender des BdSt Hessen, bewertet die Verkürzung der Bearbeitungszeit als erfreulich. Er betont, dass schnelle Bearbeitungszeiten den Steuerzahlern zugutekommen, besonders wenn eine Steuererstattung erwartet wird. Papendick ermutigt zu weiteren Effizienzsteigerungen, um noch raschere Bearbeitungen zu erreichen.
Einzelfallabweichungen möglich
Die Analyse des BdSt basiert auf Anfragen bei den Landesfinanzministerien und berücksichtigt Durchschnittswerte. In einzelnen Fällen kann die Bearbeitungszeit jedoch stark variieren, abhängig von der Komplexität und Vollständigkeit der eingereichten Steuererklärungen.