Rhein in Flammen in Koblenz: Feuerwerk trotz Dürre genehmigt
Tradition trotz Trockenheit - Feuerwerk bei Rhein in Flammen in Koblenz
Trotz Dürre und mehr als 3.000 Protest-Unterschriften: Das umstrittene Höhenfeuerwerk bei der Veranstaltung "Rhein in Flammen" in Koblenz soll trotz der anhaltenden Trockenheit auch dieses Jahr stattfinden.
Nach einer abschließenden Besprechung der beteiligten Behörden sei die Entscheidung getroffen worden, dass das Feuerwerk an diesem Samstag aus fachlicher und sicherheitsrelevanter Sicht durchgeführt werden könne, teilte die Stadt Koblenz mit. Rhein in Flammen findet in diesem Jahr vom 7. bis 9. August statt.
3.000 Unterschriften gegen das Feuerwerk
Die Entscheidung dürfte auch auf Kritik stoßen. Die Koblenzer Grünen hatten eine Petition gegen das Feuerwerk gestartet und dafür innerhalb von gut drei Tagen mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt. Sie verweisen auf die anhaltende Dürre, die erhöhte Wald- und Vegetationsbrandgefahr sowie den niedrigen Wasserstand von Rhein und Mosel.
Drohnenshow als Alternative
Zudem argumentieren sie, dass die ebenfalls geplanten Drohnenshows eine zeitgemäße Alternative zum Feuerwerk seien. Als Beispiel führen sie auch die kurzfristige Absage des Feuerwerks beim Festival Nature One am vergangenen Wochenende wegen der Trockenheit an.
Feuerwehr hält sich bereit
Die Stadt verweist dagegen auf umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen und langjährige Erfahrungen mit der Veranstaltung. Oberbürgermeister David Langner (SPD) erklärte, die Sicherheit habe bei der Entscheidung oberste Priorität gehabt. Die Feuerwehr werde für mögliche Einsätze im Zusammenhang mit dem Feuerwerk bereitstehen. Sollte es etwa zu Glutnestern kommen, könnten diese umgehend gelöscht werden. Dafür werde auf die gefüllte Löschwasserzisterne der Festung Ehrenbreitstein zurückgegriffen und kein Wasser aus dem Rhein entnommen.
Stadt: Kein hohes Brandrisikio
Nach Angaben der Stadt unterscheidet sich die Lage zudem von der bei Nature One. Das Festungsgelände liege nicht in einem Waldgebiet. Außerdem sei der Hang unterhalb der Festung in den vergangenen Jahren verstärkt von Bewuchs freigehalten worden, wodurch das Brandrisiko gesunken sei.
100.000 Besucher erwartet
Höhepunkt in diesem Jahr ist nach Angaben der Stadt am Samstagabend zunächst eine rund zwölfminütige Drohnenshow, die unmittelbar in das traditionelle Höhenfeuerwerk über der Festung Ehrenbreitstein übergeht. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 100.000 Besucherinnen und Besuchern.