Gute Weinlese im Rheingau - Was dazu beigetragen hat
Die Weinlese im Rheingau ist bisher sehr gut ausgefallen. Die Winzer blicken auf kerngesunde Trauben und eine hohe Qualität, müssen aber bei der Erntemenge teilweise deutliche Abstriche machen.
Bereits in der zweiten Augustwoche und damit rund zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr hat die Ernte begonnen. Viel Sonne und hohe Temperaturen im Sommer sorgten laut den Winzern für eine extrem schnelle Reife der Trauben.
Winzer beweisen Fingerspitzengefühl
Dass das Lesegut so gesund in die Keller kommt, liegt auch am präzisen Handwerk der Rheingauer Winzer. Um die Trauben vor der intensiven Sonne zu schützen, sei in den Weinbergen nur sehr vorsichtig entblättert worden, um eine Schattendecke zu erhalten. Pflanzenschutzmittel kamen demnach nur sparsam und punktgenau zum Einsatz.
Frischer Riesling und tiefe Farben
Bei der Qualität zeigt sich der Rheingauer Weinbaupräsident Peter Seyffardt äußerst zufrieden. Der Riesling besticht laut den Experten durch eine frische Säurestruktur und exotische Fruchtnoten. Die Burgundertrauben präsentieren sich tief ausgefärbt und versprechen eine herausragende Rotweinqualität.
Trotzdem Einbußen in den Steillagen
Beim Ertrag zeigt sich der Jahrgang allerdings zweigeteilt. Während die Flachlagen und tieferen Böden dank ausreichender Wasserversorgung normale Mengen abwerfen, sieht es in den unbewässerten Steillagen wie in Lorch, Hochheim oder am Rüdesheimer Berg ganz anders aus. Dort verzeichnen die Betriebe massive Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent.