Waldems: Hitze hat Fußballrasen zerstört - wie es weitergeht
Große Probleme beim FC Waldems - Hitze-Sommer hat Fußballrasen zerstört
Der Fußballrasen beim FC Waldems sorgt für Probleme - und teilweise Spott. Dürre, Wassernotstand, verbrannter Rasen: Der Verein sucht nach Lösungen für die Zukunft.
Daniel Dietrich vom FC Waldems ist wie viele im Verein frustriert. Der Sommer ist vorbei, doch die Spuren der Trockenheit sind beim FC Waldems noch deutlich sichtbar. Keiner der drei Rasenplätzen des Vereins ist einwandfrei bespielbar. Besonders heftig ist die Lage in Waldems-Esch: Der Platz ist kaum noch mit einer geschlossenen Grasnarbe bedeckt und nur noch vereinzelte Grasbüschel sind übrig.
"Kartoffelacker" und "Kuhweide"
Die schlechte Platzqualität bleibt auch Gastmannschaften nicht verborgen: “Da fallen dann so Worte wie ”Kartoffelacker" oder "Kuhweide", wenn über den Platz geredet wird", sagt Daniel Dietrich vom FC Waldems im Gespräch mit HIT RADIO FFH. Auch die Spieler leiden: Nach dem Training auf ausgetrockneten Plätzen klagen viele über Muskel- und Rückenprobleme.
Verein setzt auf Kunstrasenfeld
Den Rasenplatz im Sommer wie zu früheren Zeiten bewässern, ist heutzutage nicht mehr machbar. Um langfristig überhaupt noch verlässlichen Spiel- und Trainingsbetrieb sicherzustellen, setzt der FC Waldems auf ein Kunstrasenfeld. Über die Gemeinde konnte sich der Verein einen Förderbescheid sichern. Allerdings müssen dennoch mehr als die Hälfte der Kosten von der Gemeinde aufgebracht werden. Doch das Geld fehlt.
Nicht mehr abhängig vom Wetter
Ein mögliches Konzept sieht vor, künftig nur noch einen Naturrasen- sowie einen Kunstrasenplatz zu betreiben, statt bislang drei Rasenplätze zu unterhalten. Das würde nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Abhängigkeit von Wasser und Wetter deutlich verringern. Konkrete Zeitpläne gibt es aber noch nicht. Der Verein hat auf seiner Webseite ganz ausführlich beschrieben, wie die Situation aktuell ist.
Sorge um den Nachwuchs
Der Verein beobachtet zudem, dass junge Spieler zunehmend zu Vereinen mit Kunstrasenplätzen abwandern. Gerade beim Übergang vom Jugend- in den Seniorenbereich sei die Frage nach einem Kunstrasenplatz mittlerweile ein entscheidendes Argument für oder gegen einen Verein.