Luft anhalten, Hirn einschalten - Disclosure Day – der Tag der Wahrheit
Filme über Aliens gehören zur Kernkompetenz von Regie-Legende Steven Spielberg – siehe „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, „E.T. – Der Außerirdische“ oder „Krieg der Welten“. Auch sein neuer Alien-Actionkracher spielt mit dem Thema „Sind die Außerirdischen längst hier?“. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Super Darsteller, starke Schauwerte, schwierige Story.
Zehn kostet euer Kinoticket, acht ist es wert.
Emily Blunt spielt die Wetterfee eines Fernsehsenders in Kansas. Plötzlich passiert etwas mit ihr: Sie spricht Russisch und Koreanisch und weiß privateste Dinge über den Cop, der ihr einen Strafzettel verpassen will. Als sie beim Wetterbericht plötzlich in Klicklauten redet, ist klar: Da ist eine fremde Macht im Spiel. Zusammen mit einem Aktivisten kämpft sie darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen – gehetzt von einer Nichtregierungsorganisation.
Steven Spielberg zieht alle Register. Seine komplexe Story bietet spannende Wendungen, atemberaubende Action, die komplette Gefühlspalette und ein paar Lacher. „Disclosure Day“ sieht in jeder Sekunde höchstklassig aus. Und natürlich zitiert sich Spielberg auch selbst: Die genüsslich ausgewalzte Szene, in der ein Güterzug ein Auto mitschleift und die beiden Insassen sich zu retten versuchen, erinnert an „Indiana Jones“.
Nicht der einzige Wow-Moment, bei dem einem fast das Herz stehenbleibt. Die Stars Emily Blunt, Colin Firth, Josh O’Connor und Colman Domingo liefern in jeder Hinsicht.
„Disclosure Day“ verlangt von uns Zuschauern allerdings höchste Aufmerksamkeit. Der Film verzettelt sich mit seinen vielen Figuren. Wie alles zusammenhängt, erschließt sich erst spät. Wer kurz Popcornnachschub holt, verpasst leicht den Anschluss.