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Chlor-Geruch und grüne Haare: Schwimmbad-Mythen

Chlor-Geruch und grüne Haare - Vier Schwimmbad-Mythen

Endlich Sommer, endlich - mit Corona-Auflagen - wieder ins Freibad! Doch was hat es mit dem Chlorgeruch dort eigentlich auf sich und stimmt es, dass sich blondierte Haare im Schwimmbadwasser grün färben? Wir decken hier für euch vier Schwimmbad-Mythen auf. 

Erster Mythos: Mit vollem Bauch nicht ins Wasser!

Stimmt! Es ist nicht klug sich vor dem Schwimmen in der Apfelweinkneipe noch schnell ein fettes Frankfurter Schnitzel mit Pommes reinzudrücken. Der Magen ist ein sehr großer Muskel, der viel Blut zum Arbeiten braucht. Wenn man dann im Becken seine Bahnen ziehen möchte, fehlt Energie fürs Gehirn und den Rest des Körpers. Das belastet den Kreislauf - im schlimmsten Fall droht ein Kollaps.

Zweiter Mythos: Blondierte Haare werden im Chlorwasser grün!

Ein Grünstich in den blondierten Haaren - kann definitiv passieren. Der Grund: im Chlorwasser ist Algenvernichtungsmittel - und darin Kupfersulfat. Das sorgt dafür, dass die blondierten Haare plötzlich grünlich schimmern. Es hilft, die Haare direkt nach dem Schwimmen mit frischem Wasser zu spülen. Oder eine Aspirintablette zerstoßen und mit etwas Wasser zu einer Paste anrühren und dann etwa 30 Minuten in den Haaren wirken lassen. Aber vorsicht, das trocknet die Haare auch sehr aus. Oder man geht halt zum Friseur. 

Dritter Mythos: Angeblich pinkelt jeder zehnte ins Becken!

Schwer zu sagen - ob's eine Strichliste gibt, ist nicht bekannt. Aber: ein paar werden es schon sein. Denn starker Chlorgeruch im Schwimmbad kommt vor allem durch die chemische Verbindung zwischen Urin und Chlor zustande. Heißt: wenn es sehr nach Chlor riecht ist in der Regel auch Pipi im Spiel. Und bevor ihr euch jetzt fragt, ob man das sehen kann, nein kann man nicht. Wasser färbt sich vom Urin weder blau, noch grün, noch sonst irgendwas...

Vierter Mythos: Im Wasser bekommt man schneller einen Sonnenbrand!

Stimmt! Problem: Die Sonnenstrahlen wirken bis einen halben Meter ins Wasser hinein. Dazu werden die Strahlen durch die Wasseroberfläche reflektiert - das macht das Ganze noch stärker und gefährlicher. Im Wasser merkt man das erst nicht, da es schön kühl ist. Beim grazilen "Aus dem Becken steigen" sieht man dann halt aus wie ein roter Krebs und kann sich die Haut vom Leib ziehen. Deshalb wichtig: Immer mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor einschmieren und auch regelmäßig nachcremen. 

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